Der Katarer Al-Attiyah, der 2011, 2015 und 2019 triumphiert hatte, liegt nach den 403 Wertungskilometern am Dienstag rund um Wadi Ad-Dawasir 5:09 Minuten hinter Peterhansel. Der französische Rekordsieger erreichte das Ziel in seinem Mini JCW Buggy als Tagesdritter (+ 4:05) hinter dem südafrikanischen Rookie Henk Lategan (+ 2:27/Toyota).
"Ich bin sehr zufrieden", sagte Al-Attiyah. "Wir haben attackiert und Mathieu (Baumel, Co-Pilot, Anm. d. Red.) hat sehr gut navigiert. Alles funktioniert sehr gut. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Pace, weil ich die Strecke eröffnet und gewonnen habe. Einmal war die Navigation sehr schwierig, wo sich viele verfahren haben."
Titelverteidiger Sainz (Mini Buggy) verfuhr sich in der Wüste und verlor den Anschluss an das Spitzenduo. Erst nach zwei Kilometern bemerkte der Spanier seinen Irrtum und suchte wieder die richtige Route. Das kostete ihn rund eine halbe Stunde.
Dakar
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"Für uns", berichtete Peterhansel, "hat es heute mit einem Reifenschaden nicht so gut angefangen. Als wir Carlos gefolgt sind, hat er falsch navigiert, aber für uns lief es gut. Gegen Nasser darf man nie aufgeben. Man muss riskieren, um an ihm dranzubleiben. Soweit bin ich mit meiner Rallye zufrieden."

Rallye Dakar 2021: Gottschalk und von Zitzewitz mit vielen Reifenschäden

Einen Tag zum Vergessen erlebte auch Co-Pilot Dirk von Zitzewitz (Eutin). Mit dem saudischen Fahrer Yazeed Al Rajhi verlor der 52-Jährige im Toyota aufgrund eines Navigationsfehlers und fünf Reifenpannen fast eineinhalb Stunden auf die Spitze und muss als 26. der Gesamtwertung die Hoffnungen auf seinen zweiten Dakar-Triumph früh begraben.
Von Zitzewitz sprach von einem "Horror-Tag": "Leider haben wir uns etwa bei Kilometer 150 verfahren und lange gebraucht, um den Weg zu finden. Dort haben wir uns auch den ersten von insgesamt fünf Plattfüßen eingefangen. Leider hatten wir nur drei Reserveräder dabei und mussten auf Kollegen warten, die uns ausgeholfen haben."
"Nur" drei Reifenschäden hatte Timo Gottschalk zu beklagen. Der Berliner Co-Pilot büßte mit dem Polen Jakub Przygonski auf Rang elf insgesamt 22 Minuten ein. In der Gesamtwertung belegt das Duo den fünften Rang.
Die Rallye Dakar findet zum zweiten Mal in Saudi-Arabien statt. Zuvor war das legendäre Wüstenrennen elf Jahre in Südamerika ausgetragen worden, aus Afrika hatte sich die Dakar aus Sicherheitsgründen zurückgezogen. Insgesamt stehen zwölf Etappen auf dem Programm, die Sieger der sieben Klassen werden am 15. Januar nach 7776 Kilometern (4528 Wertungskilometer) gekürt.

Rallye Dakar 2021: Gesamtwertung nach 3. von 12. Etappen

1. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) - 10:39.02 Stunden
2. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +5:09 Minuten
3. Serradori/Lurquin (Century) +26:21
4. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +33:34
5. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +44:22
6. Loeb/Elena (BRX) +45:49
7. Lategan/Cummings (Toyota) +47:25
8. Seaidan/Kuzmich (Century) +51:50
9. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +52:08
10. Prokop/Chytka (Ford) +56:30

Rallye Dakar 2021: Price feiert Tagessieg - Howes übernimmt Gesamtführung

Toby Price (KTM) sicherte sich den Tagessieg auf der dritten Etappe bei den Motorradfahrern vor Kevin Benavides (Honda) und Matthias Walkner (KTM). Das Gesamtklassement wurde wieder auf den Kopf gestellt. Neuer Führender ist der US-Amerikaner Skyler Howes (KTM).
"Es ist ziemlich frustrierend, an einem Tag vorne zu sein und am nächsten hinten", kommentierte Price den derzeitigen sportlichen Verlauf der Rallye. "Die schwierige Navigation macht es schwierig, die Strecke zur eröffnen. Das muss ich morgen machen."
Die Gesamtwertung wurde wieder auf den Kopf gestellt. Neuer Führender ist KTM-Privatier Howes. Kevin Benavides ist mit 33 Sekunden Rückstand Zweiter. Als Dritter folgt Xavier de Soultrait (Husqvarna). Price verbesserte sich auf Rang vier.
Der Deutsche Sebastian Bühler (Hero) belegte heute Rang 21. In der Gesamtwertung ist er 24. Walkner konnte einige Positionen gutmachen und rückte auf Position 39 nach vor. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt nun genau zwei Stunden.

Rallye Dakar 2021: Gesamtwertung Motorräder nach 3. von 12. Etappen

1. Skyler Howes (KTM) - 12:09.48 Stunden
2. Kevin Benavides (Honda) +0:33 Minuten
3. Xavier de Soultrait (Husqvarna) +1:28
4. Toby Price (KTM) +1:52
5. Sam Sunderland (KTM) +5:27
6. Ross Branch (Yamaha) +7:14
7. Luciano Benavides (Husqvarna) +7:56
8. Joan Barreda (Honda) +9:02
9. Adrien van Beveren (Yamaha) +9:09
10. Ignacio Cornejo (Honda) +9:24
(mit SID und Motorsport.Total.com)
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