Nach 14 Wertungsprüfungen über 209.56 Kilometer hatte Breen in Ziel einen Vorsprung von 10,6 Sekunden auf den amtierenden ERC-Champion Kajetan Kajetanowicz (Ford).
"Ich möchte allen danken, die das möglich gemacht haben. Ich bin so glücklich und kann es noch gar nicht richtig glauben", sagt der Sieger im Ziel. "Wir haben es uns selbst das Leben schwer gemacht, aber ich wollte hier unbedingt gewinnen. Heute Vormittag dachte ich, der Sieg würde mir durch die Hände rutschen, wir mussten wirklich alles geben."

Stein auf der Straße

Rally Ireland
Circuit of Ireland: Breen auf Siegkurs
08/04/2016 AM 20:51
Mit 25,1 Sekunden Vorsprung auf Kajetanowicz war Breen in den zweiten Tag der Rallye gestartet, doch bei den ersten drei Wertungsprüfungen war dieser auf 8,4 Sekunden geschrumpft. Breen hatte sich für superweiche Reifen von Michelin entschieden, die auf dem fast trockenen Asphalt aber stark abbauten. Am Nachmittag kam der Ire mit seinen Pneus bei wechselhaften Wetterbedingungen und zeitweiligem Regen besser zurecht und baute seinen Vorsprung aus, ehe ihn bei der zwölften WP ein Reifenschaden zurückwarf.

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Was war passiert? "Irgendjemand muss einen großen Stein herausgerissen haben, und den habe ich getroffen. Ein riesiger Stein mitten auf der Straßen, dem ich nicht ausweichen konnte", erklärt Breen. Mit nur noch 5,2 Sekunden Vorsprung auf Kajetanowicz ging Breen in die letzten beiden Wertungsprüfungen, konnte sich mit der Bestzeit bei WP 13 von 14 aber wieder vom Pole absetzen und fuhr den Sieg am Ende nach Hause.

Gesamtführung für Kajetanowicz

Kajetanowicz übernahm mit Rang zwei die Gesamtführung der ERC, nachdem Alexej Lukjanuk, der den Saisonauftakt der ERC 2016 auf Gran Canaria gewonnen hatte, seine Teilnahme nach einem Testunfall kurzfristig absagen musste. Als Dritter Pilot stand Alastair Fisher (Ford) auf dem Podium. Der WM-erfahrene Gaststarter Elfyn Evans (Ford), der am Freitag ausgefallen war, kehrte heute in den Wettbewerb zurück und unterstrich mit drei WP-Bestzeiten seine Klasse.
In der ERC-Junior-Wertung verpasste der Deutsche Marijan Griebel (Opel) den Sieg, nachdem er die Klasse nach dem ersten Tag angeführt hatte. Ein Reifenschaden vorne rechts sowie ein beschädigter Stoßdämpfer warfen ihn bei der achten WP zurück. "Vielleicht habe ich eine Rechtskurve zu sehr geschnitten", meint Griebel.
Weiter geht es in der ERC vom 6. bis 8. Mai mit der traditionsreichen Akropolis-Rallye in Griechenland.

Endergebnis Circuit of Ireland (Top 10):

01. Craig Breen (Citroen DS3 R5) - 1:54:16.1 Stunden
02. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) +10,6 Sekunden
03. Alastair Fisher (Ford Fiesta R5) +56,4
04. Josh Moffett (Ford Fiesta R5) +1:40,1 Minuten
05. Jonathan Greer (Citroen DS3 R5) +2:07,0
06. David Bogie (Skoda Fabia R5) +2:55,6
07. Tom Cave (Ford Fiesta R5) +3:51,1
08. Stephen Wright (Ford Fiesta R5) +4:36,1
09. Joseph McGonigle (Skoda Fabia S2000) +4:52,2
10. Jaroslaw Koltun (Ford Fiesta R5) +6:26,6
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