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Ricciardo fühlt sich nach Treffen mit Grosjeans Frau mit seiner Kritik im Recht
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Publiziert 04/12/2020 um 10:13 GMT+1 Uhr
Bereits kurz nach dem Rennen am vergangenen Wochenende hatte Renault-Pilot Daniel Ricciardo die TV-Regie der Formel 1 dafür kritisiert, dass sie den schweren Feuerunfall von Romain Grosjean wieder und wieder einspielte, während sich die Fahrer auf den Neustart des Rennens vorbereiteten. Nun hat der Australier seine Kritik erneuert. Grund ist auch ein Gespräch mit Grosjeans Ehefrau, Marion Jollès.
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Die Formel 1 hatte ihrerseits nach der Kritik von Daniel Ricciardo darauf beharrt, nach Protokoll gehandelt und die Szenen erst eingespielt zu haben, als klar war, dass es Romain Grosjean den Umständen entsprechend gut geht. Sie bot Ricciardo an, die Dinge in einem gemeinsamen Gespräch zu klären.
"Es gab das Angebot, und ich werde dieses Angebot heute annehmen", bestätigte der Australier am Donnerstag in Bahrain. Bezüglich seiner Kommentare räumte er ein: "Offensichtlich war ich nach dem Rennen immer noch, sagen wir mal, nicht nur ein bisschen gereizt, sondern musste dann auch noch mein eigenes Rennen sezieren, und ich hatte das Gefühl, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war."
Er werde sich also gerne die Gründe für die vielen Replays anhören und davon ausgehend weiter diskutieren. In den Tagen nach dem Rennen habe sich seine Meinung, dass die Formel 1 damit zu weit gegangen sei, nicht geändert, betonte Ricciardo.
"Mein Gefühl war, dass, als sie es einmal gezeigt hatten und wir ihn dann offensichtlich herausspringen und ins Medical einsteigen sahen, das alles war, was wir wirklich sehen mussten. Ich empfand es auch gegenüber seiner Familie rücksichtslos. Aber es war auch eine Ablenkung, denn jedes Mal, wenn wir in die Garage gingen, war es das Einzige, was lief - in Endlosschleife", kritisierte er.
Marion Jollès Grosjean schätzt Ricciardos Kommentare
So sei es für alle, auch die Ingenieure und Mechaniker, schwierig gewesen, sich zu fokussieren. "Alle waren ein wenig zerstreut oder verunsichert, was völlig verständlich ist.
Bei einem Treffen mit Grosjeans Frau, Marion Jollès Grosjean, die in der Zwischenzeit zu ihrem Mann nach Bahrain gereist ist, sah sich Ricciardo in seinen Ansichten bestärkt: "Sie schätzte meine Kommentare, und ich denke, das war die einzige Bestätigung, die ich brauchte."
In dem Zusammenhang betonte der Renault-Pilot auch, dass er die Anziehungskraft von Stürzen im Motorsport nie wirklich nachvollziehen konnte. "Ich selbst war ich nie wirklich an Unfällen interessiert. Man bekommt Clips zugeschickt und Sätze wie 'Oh, hast du die Crashs beim Indy 500 oder so gesehen?'", zeigte er sein Unverständnis.
Ricciardo: Mich haben Unfälle "nie wirklich gereizt"
"Offensichtlich hat mich das nie wirklich gereizt. Manche Leute lieben es. Manche Leute lieben die Trümmer überall, aber ich fühle mich auch nicht mehr, als wäre ich zehn Jahre alt. Man wächst da irgendwie raus", fand Ricciardo und stellt noch einmal die Verbindung zum Unfall von Grosjean in Bahrain her.
"Ich glaube, es war eine Wirkung von 54g, und nach meinem Verständnis - ich bin kein Arzt - aber es könnte später am Abend vielleicht weitere Komplikationen geben, von denen wir nichts wissen. Es fühlte sich also einfach ein bisschen missbraucht an."
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Bewegende Worte: Grosjean schildert Gedanken in der Flammenhölle
Quelle: SID
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