Damon Hill äußert sich zur aktuellen Situation von Mick Schumacher - der ist derzeit nur Ersatzfahrer bei Mercedes

Mick Schumachers Formel-1-Karriere scheint schon wieder vorbei zu sein, bevor sie richtig angefangen hat. Nun äußerte sich Damon Hill, früher Rivale von Micks Vater Michael, zur Situation des 24-Jährigen, der bei Mercedes derzeit lediglich Ersatzfahrer ist. Der berühmte Name dürfe für Schumacher nicht zum Hindernis werden. Er müsse allerdings weiter an sich arbeiten und an sich glauben.

Mick Schumacher

Fotocredit: Getty Images

"Vergiss Michael!", forderte Hill Mick in der "Sport Bild" auf. "Vergiss alles in deinem Umfeld! Vergiss alles, was geschehen ist! Vergiss den Namen Schumacher!"
Hill selbst weiß, was es bedeutet, wenn man den großen Namen seines Vaters erbt. Graham Hill, Damons Vater, gewann in den 1960er-Jahren zweimal die Weltmeisterschaft in der Formel 1.
Damon selbst gewann 1996 die WM und lieferte sich in den Neunzigern immer wieder packende Duelle mit Michael Schumacher. 1994 und 1995 musste er dem Deutschen im Kampf um den Titel jeweils den Vortritt lassen.
Zudem verlor der Brite seinen berühmten Vater im Alter von gerade einmal 15 Jahren. Mick war 14, als sein Vater Michael bei einem Skiunfall schwer verunglückte. "Als ich von Michaels Unfall vor zehn Jahren und den Folgen hörte, war ich geschockt und entsetzt. Ich fühlte sofort mit Mick, weil dein Vater die Orientierungsperson für dich ist", sagte der 62-Jährige gegenüber der "Sport Bild".

Damon Hill: Mick muss seinen "Diamanten" finden

Mitgefühl mit der aktuellen Situation des berühmten Sohnes hat Hill ebenfalls. So sei er "sicher", dass dieser einen Platz in der Formel 1 verdiene. Zudem habe ihn Haas-Teamchef Günther Steiner, wo Mick zwei Jahre lang Stammfahrer war, "zu harsch behandelt".
Es sei hingegen gut, dass Toto Wolff ihn "jetzt auffängt und seinen Arm um ihn legt" und dass er bei Mercedes nun als Ersatzfahrer einen Platz gefunden habe.
"Du musst Fehler machen. Du musst scheitern. Du musst versagen – und immer weiter an dir arbeiten und an dich glauben", gab Hill dem Youngster mit auf den Weg.
"Mick muss tief in seine Seele gehen und sich fragen: 'Kann ich dieser egoistische Einzelgänger und Besessene werden, um in der Formel 1 zu bestehen?' Kann er den Diamant in seinem Inneren finden?"
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