Damon Hill verteidigt Formel-1-Reglement - Ex-Weltmeister befürwortet Überholmanöver und lobt Piastri nach Japan-GP

Das neue Reglement in der Formel 1 sorgt weiterhin für hitzige Diskussionen im Fahrerlager, doch Damon Hill stellt sich klar auf die Seite der Befürworter. Der Weltmeister von 1996 erkennt im aktuellen Racing deutlich mehr Taktik und Unterhaltungswert. Vor allem die gestiegene Zahl an Überholmanövern sowie starke Leistungen wie die von Oscar Piastri sprechen für ihn eine deutliche Sprache.

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Quelle: Perform

Der Formel-1-Weltmeister von 1996, Damon Hill, bricht eine Lanze für das neue Reglement: Während einige Piloten mit den 2026er-Regeln fremdeln, sieht der Brite beim Großen Preis von Japan ein interessantes, taktisches und unterhaltsames Spektakel.
Aspekte des neuen Reglements für 2026 - etwa die Notwendigkeit des Lift-and-Coast, um die rennentscheidende Batterieleistung zurückzugewinnen - gerieten zuletzt bei einigen Fahrern und Fans in die Kritik. Doch der ehemalige Williams-Pilot hat eine positive Meinung zum Geschehen auf der Strecke.
"Hört zu, ich weiß, dass es einige Fahrer nicht mögen, langsamer fahren zu müssen, um ihre Batterien aufzuladen, aber ich finde das Racing sehr interessant", erklärte er gegenüber "F1 TV". "Ich halte es für taktisch. Sie müssen nachdenken, und wir werden unterhalten."
Die ersten Läufe der Saison 2026 haben eine veränderte Dynamik auf der Strecke gezeigt. Das Auftaktrennen in Australien lieferte beispielsweise 120 Überholmanöver, während es beim Melbourne-GP 2025 lediglich 45 gewesen waren.

Villeneuve: "Es ist interessant"

Hills ehemaliger Teamkollege Jacques Villeneuve fügte hinzu: "Es ist interessant, nicht aufregend. Es kommt darauf an, was man von der Formel 1 erwartet, aber die Fans sind wahrscheinlich glücklich, denn Suzuka ist normalerweise nie ein aufregendes Rennen. Meistens fahren sie nur hintereinander her. Jetzt gab es einige Platzwechsel."
Hill antwortete dem Kanadier: "Ja. Ich meine, wir haben Überholmanöver und dann Konter gesehen. Das passiert in unserem Sport doch eher selten, oder?"

Piastri bekommt Lob von Hill

Als herausragenden Akteur des Japan-Wochenendes pickte sich Hill McLaren-Pilot Oscar Piastri heraus. Nachdem dieser sowohl beim Saisonstart in Australien als auch in China nicht an den Start gehen konnte, verwandelte Piastri seinen dritten Startplatz in Suzuka in ein Podium auf Rang zwei. "Ich glaube, Oscar ist nach dem verpassten Titel im vergangenen Jahr immer noch sehr hungrig", so Hill. "Er war das ganze Wochenende über gut. Es war schön zu sehen, dass McLaren etwas stärker wirkte - das ist großartig für uns."
Mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf resümierte Hill: "Wir hatten drei verschiedene Marken unter den Top 3 und viele verschiedene Fahrer dort vorne. Man hat aktuell etwa sechs Piloten, die gewinnen könnten. Das ist ziemlich gut."
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