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F1: Toto Wolff äußert über mögliche Rückkehr von Christian Horner in Formel 1 - Mercedes-Chef spricht über Rivalität
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Update 31/03/2026 um 15:30 GMT+2 Uhr
Toto Wolff blickt mit gemischten Gefühlen auf eine mögliche Rückkehr von Christian Horner in die Formel 1. Der Mercedes-Motorsportchef spricht offen über die intensive Rivalität, äußert aber auch Respekt für die Erfolge seines früheren Widersachers vor dessen Aus bei Red Bull. Gleichzeitig betont Wolff, dass sportliche und geschäftliche Entscheidungen unabhängig davon getroffen werden.
14 WM-Titel in 20 Jahren: Red Bull setzt Horner vor die Tür
Quelle: Perform
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat eine geteilte Meinung zu einer potenziellen Rückkehr seines ehemaligen Red-Bull-Erzfeindes Christian Horner in die Formel 1.
Wolff sagte, er sei "hin- und hergerissen", was die Aussicht angeht, erneut gegen seinen alten Widersacher anzutreten. Seit seiner Entlassung bei Red Bull im vergangenen Juli arbeitet Horner hinter den Kulissen mit Investorengruppen an der richtigen Gelegenheit für ein Comeback. Sein Ziel: Eine Minderheitsbeteiligung, um in seinem neuen Team fest im Sattel zu sitzen.
Eine Rückkehr Horners - dem Hauptarchitekten hinter den beiden Dominanz-Ären von Red Bull - würde höchstwahrscheinlich die bittere Rivalität mit seinem Mercedes-Pendant Wolff neu entfachen.
Die beiden kreuzten in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig die Klingen, während ihre Teams um die Weltmeisterschaft kämpften.
Wolff: "'The Bad' ist weg"
Auf die Frage der "Press Association", wie er zu einer Rückkehr Horners stünde, antwortete Wolff: "Ich bin da hin- und hergerissen. Dem Sport fehlen Persönlichkeiten. Und seine Persönlichkeit war eindeutig sehr kontrovers, was gut für den Sport ist. Ich habe zu [Ferrari-Teamchef] Frederic Vasseur gesagt, dass es 'The Good, the Bad and the Ugly' braucht. Und jetzt sind nur noch 'the Good' und 'the Ugly' übrig. 'The Bad' ist weg."
Doch Wolff sparte nicht mit Kritik an Horners Art: "Er hat ziemlich viel Porzellan zerschlagen, und diese Dinge haben Auswirkungen in unserem Mikrokosmos. Wenn man solche Dinge sagt ... aber genau das hat er sein ganzes Leben lang getan, und genau das kann er am besten."
Alpine-Einstieg? Kein Trick gegen Horner
Horners Name wurde zuletzt mit einem 24-prozentigen Minderheitsanteil an Alpine in Verbindung gebracht, den der derzeitige Eigentümer Otro Capital verkaufen möchte. Kürzlich wurde bekannt, dass auch Mercedes zu den Interessenten an diesen Anteilen gehört. Wolff weist jedoch zurück, dass dies ein taktisches Manöver sei, um Horners Rückkehr zu blockieren.
"Dass wir uns diese Beteiligung ansehen, steht in keinem Zusammenhang mit Christian", stellte Wolff klar. "Die Vorstellung, dass es eine Rivalität zwischen Christian und mir darüber gibt, wer einen Alpine-Anteil kauft, ist frei erfunden. Es wäre ziemlich traurig, wenn so etwas überhaupt ein Kriterium dafür wäre, ob man eine solche Investition tätigt oder nicht. Wir betrachten das aus verschiedenen Blickwinkeln und sind noch zu keinem Schluss gekommen. Wir wollen herausfinden, ob es überhaupt sinnvoll ist."
Mercedes-Motorsportchef bleibt auf Distanz
Wolff betont, dass er Horners Leistungen mit Red Bull nach wie vor respektiere. Er finde es jedoch schwierig, sich ein Szenario vorzustellen, in dem die beiden nach allem, was passiert ist - insbesondere nach dem erbitterten Titelkampf 2021 -, zu unwahrscheinlichen Verbündeten werden könnten.
"Würde ich in Erwägung ziehen, dass er jemals ein Verbündeter sein könnte oder jemand, der die gleichen Ziele verfolgt wie ich? Ich glaube nicht", so der Österreicher. "Aber selbst wenn ich den größten Frust und Zorn auf ihn hatte, muss man sich vor Augen führen, dass selbst dein schlimmster Feind einen besten Freund hat - es muss also etwas Gutes geben."
Wolff erkennt Horners Erfolge an
Abschließend zeigte sich Wolff versöhnlich, wenn auch distanziert: "Hätte es diese jahrelange wettbewerbsorientierte Rivalität nicht gegeben und wäre inzwischen mehr Zeit vergangen, bin ich sicher, dass ich mit ihm beim Abendessen hätte sitzen und lachen können. In all den Jahren war es einfach zu intensiv, zu hart umkämpft, und es sind Dinge passiert, bei denen ich bis heute nicht nachvollziehen kann, warum er sie getan hat."
"Ich wünsche ihm gewiss nichts Schlechtes. Und wir müssen einander auch Anerkennung zollen. Es gibt nicht viele Teamchefs, die erreicht haben, was er erreicht hat. Ich sehe die Situation so, dass - ganz egal, was passiert, welche Ergebnisse es geben mag, ob er in die Formel 1 zurückkehrt oder nicht - ich damit im Reinen bin."
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Quelle: Perform
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