Bereits wenige Wochen nach der offiziellen Bekanntgabe des Rennkalenders für die Saison 2021 gab es erste Verschiebungen: Der Auftakt wird nicht wie üblich in Melbourne begangen, sondern in Bahrain (28. März). Danach könnte noch ein zweites Rennen auf dem "Oval" stattfinden.
Fixiert ist außerdem bereits ein Rennen in Imola (18. April), wie im Vorjahr schon springt die Traditionsrennstrecke in der Region Emilia-Romagna als Ersatz für einen anderen Veranstalter ein - in diesem Fall China. Unklar war bislang, wo die Königsklasse am 2. Mai fahren wird.
Der Termin war ursprünglich der Formel-1-Premiere in Vietnam vorbehalten, doch in Hanoi wird auch ein Jahr nach dem ursprünglich geplanten Start nicht gefahren werden. Den Slot wird nun Portugal übernehmen, diese Lösung wurde bereits seit Jahresbeginn in Medien diskutiert.
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Zuletzt wurden wieder vermehrt Zweifel laut, ob an der Algarve tatsächlich gefahren werden kann, schließlich ist das Land derzeit mit am stärksten von der Pandemie betroffen. Corona-Patienten mussten gar nach Österreich transportiert werden, weil das Gesundheitssystem zu kollabieren drohte.

Portimão könnte Corona-Risiken birken

Gut informierte Quellen bestätigen nun aber, dass sich die Formel 1 und die portugiesischen Veranstalter in den vergangenen Tagen über die Situation ausgetauscht haben und übereingekommen sind, dass ein Rennen stattfinden kann.
Daher wird Portugal allem Anschein nach der "TBA"-Slot ("To Be Announced") am 2. Mai zugesprochen werden. Formal sollen die Teams im Zuge eines Treffens der Formel-1-Kommission am Donnerstag (11. Februar) über diese Pläne informiert werden.
Die Entscheidung birgt allerdings Risiken, denn neue striktere Quarantäne-Richtlinien der britischen Regierung bedeuten, dass Portugal derzeit auf der "Roten Liste" jener Länder steht, die derzeit stark vom Coronavirus und dessen Mutanten betroffen sind.
Einreisende nach Großbritannien müssen sich bei ihrer Rückreise aus Portugal für zehn Tage in einem Hotel isolieren. Das ist insofern für die Formel 1 sehr relevant, da sieben der zehn Teams ihren Hauptsitz in England haben.

Portimão-Grand-Prix soll am Donnerstag abgesegnet werden

Da die britische Regierung keine Ausnahmen für den Profi-Sport duldet, würde das nach derzeitigem Wissensstand bedeuten, dass ein Großteil des Formel-1-Personals vor dem darauf folgenden Rennen in Spanien (9. Mai) nicht zurück nach England reisen könnte.
Die geografische Nähe der beiden Rennen erleichtert diesen Umstand zwar ein wenig. Allerdings würde dies auch bedeuten, dass Formel-1-Personal nicht direkt nach dem Spanien-Rennen wieder nach England einreisen könnte, wenn diese Personen Portugal am Montag nach dem Rennen verlassen haben (Zehn-Tages-Regel).
Um den Kalender nicht zu gefährden, könnte wichtiges Personal der Teams daher länger auf dem europäischen Festland verweilen. Sollte das Rennen in Portugal doch nicht stattfinden können, gelten zwei Rennen zum Auftakt in Bahrain als wahrscheinlich.
Priorität hat für Liberty Media aber das Rennen in Portimão. Am Donnerstag wird dieser Plan der Rechteinhaber gemeinsam mit den Teams und der FIA besprochen. Beim Treffen der Formel-1-Kommission soll außerdem über weitere wichtige Themen, etwa Sprintrennen oder den "Engine-Freeze", abgestimmt werden.
Der neue, provisorische Formel-1-Kalender 2021: 28. März: Bahrain (Sachir) 18. April: Emilia-Romagna (Imola) 2. Mai: Portugal (Portimão) 9. Mai: Spanien (Barcelona) 23. Mai: Monaco 6. Juni: Aserbaidschan (Baku) 13. Juni: Kanada (Montreal) 27. Juni: Frankreich (Le Castellet) 4. Juli: Österreich (Spielberg) 18. Juli: Großbritannien (Silverstone) 1. August: Ungarn (Budapest) 29. August: Belgien (Spa-Francorchamps) 5. September: Niederlande (Zandvoort) 12. September: Italien (Monza) 26. September: Russland (Sotschi) 3. Oktober: Singapur 10. Oktober: Japan (Suzuka) 24. Oktober: USA (Austin) 31. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt) 7. November: Brasilien (Sao Paulo) 21. November: Australien (Melbourne) 5. Dezember: Saudi Arabien (Dschidda) 12. Dezember: Abu Dhabi
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(Motorsport-Total.com)

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