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Formel 1 arbeitet an der Rückkehr der Zuschauer zu den Rennen
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Publiziert 04/09/2020 um 13:49 GMT+2 Uhr
250 Ärzte und Krankenschwestern sitzen am Sonntag in Monza auf der Tribüne. Im weiteren Verlauf der Saison sollen es noch bedeutend mehr Zuschauer werden. Sogar für das darauffolgende Rennen in Italien wird mit Fans geplant, in den darauffolgenden Grand Prixs sollen es immer mehr Zuschauer werden, sofern es das Virus denn zulässt.
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Seit Tagen belagern sie die Haupttribüne in Monza, bei Sonnenschein und Regen, ob es etwas zu sehen gibt oder nicht. Ein paar hundert Pappkameraden, im Internet zu erstehen für 40 Euro, säumen die Sitzreihen auf Höhe der Ziellinie. Sie werden an diesem Wochenende nicht unter sich bleiben.
Beim achten Formel-1-Saisonrennen am Sonntag (15:10 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) sitzen auf Einladung von Ferrari auch 250 Krankenschwestern und Ärzte als symbolisches Dankeschön für ihren Kampf gegen das Coronavirus auf den Tribünen. Es ist ein zarter Anfang - mit womöglich exponentieller Entwicklung: Im Idealfall sollen noch in diesem Jahr zehntausende zahlende Zuschauer zu den Rennen strömen.
Gar 100.000 Fans wünscht sich der Promoter des Istanbul Park für das Rennen am 15. November. Das Coronavirus hat das unverhoffte Comeback der Rennstrecke nahe der türkischen Metropole erst möglich gemacht, zum Spottpreis von umgerechnet rund drei Euro soll nun knapp die Hälfte der Tribünen gefüllt werden - wenn die Ausbreitung von COVID-19 dies zulässt.
F1 mit Zuschauern: "Müssen auf alles vorbereitet sein"
"Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Wenn die Pandemie-Zahlen wieder schlimmer werden, kann das Rennen auch ohne Zuschauer stattfinden", erklärte Vural Ak vom Promoter Intercity.
Vorsicht bleibt das Gebot der Stunde. Auch in der luftigen Formel 1, wo die Tribünen oft über mehrere Kilometer verteilt sind und man die Fans auf feste Plätze verteilen kann.
Am 13. September in Mugello werden die ersten zahlenden Zuschauer des Jahres erwartet, 3000 an der Zahl. Ende September will der Veranstalter des Großen Preises von Russland in Sotschi seine Tribünen mit 32.000 Fans etwa zur Hälfte füllen, in einer vergleichbaren Größenordnung kalkuliert der Promoter des Königsklassen-Debütanten Portimao/Portugal am 25. Oktober.
Nürburgring in Zeiten wie diesen "perfekt"
Und der Nürburgring? Die Traditionsstrecke in der Eifel teilt das Schicksal des Fußballs und zahlreicher Ballsportarten hierzulande. In enger Abstimmung mit der Kreisverwaltung Ahrweiler als zuständiger Behörde wurde ein detailliertes Konzept erarbeitet, die Herren des Rings warten "nur" noch auf Grünes Licht. Die Zeit bis zum Rennen am 11. Oktober wird allerdings knapp, auch wenn der Verkauf von Eintrittskarten und Parktickets komplett online erfolgen würde.
"Eine Location mit der Weitläufigkeit des Nürburgrings ist für diese Zeiten perfekt", sagte Streckenchef Mirco Markfort der "Sport Bild": "Wir haben den Vorteil, dass wir die einzelnen Tribünen und deren Besucher sehr gut voneinander trennen können. Wir haben keinen öffentlichen Personennahverkehr, hier muss jeder mit dem Auto anreisen, jede Tribüne hat ihren eigenen Parkplatz." Das Konzept sei "sehr gut durchdacht und auch kein Hexenwerk", fügte der 42-Jährige selbstbewusst an.
Auf den Tribünen etwa gebe es Inseln von jeweils vier Sitzen. Nach links und rechts würden jeweils drei Plätze frei bleiben, die Reihen davor und dahinter wären unbesetzt. Mit diesem Konzept könne man auf "rund 30 Prozent Belegung der Tribünen" kommen.
(SID)
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