Die missglückte Boxentaktik beim Ungarn-Grand-Prix mit den Hard-Reifen im zweiten Stint "müssen wir uns natürlich anschauen und nachvollziehen", erklärte er. "Das müssen wir verstehen und angehen, damit es beim nächsten Mal nicht wieder so läuft."
Dann betonte Binotto aber nochmals: "Wenn ich mir die Bilanz der ersten Saisonhälfte ansehe, dann gibt es keinen Grund, warum wir etwas ändern sollten. Es geht immer nur darum, ständig dazuzulernen sowie Erfahrung und Fähigkeiten aufzubauen."
Und das, nachdem Ferrari in den ersten 13 Rennen des Jahres mindestens drei potenzielle Rennsiege verloren hat, weil entweder die Technik nicht mitgespielt hat oder den Fahrern individuelle Fehler unterlaufen sind - zuletzt beim Frankreich-Grand-Prix in Le Castellet, als Charles Leclerc in Führung liegend abflog.
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Die Stimmung bei Ferrari aber sei noch immer gut, sagte Binotto: "Wir gewinnen und verlieren zusammen. [Ungarn] war nicht so toll, aber ich glaube, wir verfügen noch immer über viel Potenzial."

Charles Leclerc

Fotocredit: Imago

Binotto bezeichnet Leclerc als "Leader"

Auch Leclerc sei weit davon entfernt, niedergeschlagen zu sein. "Er versucht [in der Sommerpause] auszuruhen und zu entspannen, damit er nur noch ehrgeiziger wieder zurückkommt", meinte Binotto.
Leclerc werde als ein "Leader" bei Ferrari "weiter daran arbeiten, das Team aufzubauen und auch sich selbst Schritt für Schritt aufzubauen, indem er jedes Rennen als eine Chance für einen Sieg betrachtet", so der Teamchef.
Binotto hatte schon vor der Formel-1-Sommerpause erklärt, Ferrari könne theoretisch alle verbleibenden Saisonrennen gewinnen. Bisher in diesem Jahr steht das Team bei vier Siegen: drei durch Leclerc und einen durch Carlos Sainz.
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