Bei dieser Videoanalyse stehe nur ein Verantwortlicher mit dem Schiedsrichter in Kontakt, so sollte es nach Markos Vorstellungen künftig auch in der Formel 1 sein. Rennleiter Michael Masi müsse mit klarem Kopf und ohne Einflussnahme entscheiden können, was nicht möglich sei, wenn die Teamchefs ständig mit ihm sprechen: "Die reden ja ununterbrochen. Das gehört abgeschirmt."
Ähnliches hatte kurz vor Weihnachten im Rahmen einer Pressekonferenz bereits Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff angeregt. "Uns wurde die Möglichkeit gegeben, direkt mit dem Rennleiter zu sprechen. Und weil wir so hart für die Interessen unserer Teams gekämpft haben, sind wir alle zu weit gegangen", erklärte Wolff. Er müsse sich da an die eigene Nase fassen, "aber Christian Horner (Red-Bull-Teamchef, d. Red.) auch".
Beim hitzigen Saisonfinale im Dezember in Abu Dhabi, als Verstappen dem bis dahin führenden Mercedes-Star Lewis Hamilton (Großbritannien) den Sieg und den WM-Titel nach einer viel diskutierten Entscheidung der Rennleitung in der letzten Runde noch entriss, hatten Wolff und Horner nahezu ununterbrochen auf Masi eingeredet.
Formel 1
Wegen Regeländerungen: Viele Innovationen erwartet
04/01/2022 AM 11:54
Der direkte Kontakt zur Rennleitung, so Wolff, sollte künftig den Sportdirektoren der Teams vorbehalten sein: "Sie sollten Situationen im Rennen aufzeigen, die der Rennleiter vielleicht nicht entdeckt hat, aber sie sollten nicht beeinflussen oder Druck ausüben."
Das könnte Dich auch interessieren: Vettel erneuert Wunsch nach Tempolimit - und schwärmt von Ampel-Koalition
(SID)

Verstappen äußert sich nach WM-Triumph: "Alles, was nun kommt, ist ein Bonus"

Formel 1
F1-Boss wünscht sich VW-Einstieg: "Wichtiger Monat steht bevor"
03/01/2022 AM 08:55
Formel 1
Red Bull schneller als erwartet: Wolff gesteht Fehleinschätzung
24/01/2022 AM 17:35