Eurosport
GP von Abu Dhabi: Toto Wolff öffnet Tür für Mick Schumacher - Kritik an Günther Steiner: "Da ist die Luft dünner"
Von
Publiziert 21/11/2022 um 15:51 GMT+1 Uhr
Der eine geht mit Wehmut, der andere mit Wut im Bauch: Sebastian Vettel und Mick Schumacher haben die Formel-1-Bühne verlassen. Zumindest Schumacher könnte bald zurück sein. Mercedes-Boss Toto Wolff öffnete zuletzt mehrfach die Tür für den 23-Jährigen. Kritik übte der Österreicher derweil als Haas-Chef Günther Steiner: "Er kommt vom Berg, da ist die Luft dünner. Da kann man nicht so gut denken."
Toto Wolff stichelt gegen Günther Steiner
Fotocredit: Getty Images
Der eine geht mit Wehmut, der andere mit Wut im Bauch: Sebastian Vettel und Mick Schumacher haben die Formel-1-Bühne verlassen. Schumacher dürfte bald zurück sein.
Irgendwann hatte Sebastian Vettel tatsächlich den ersehnten Drink in der Hand. Am Ende eines Wochenendes voller herzlicher Goodbyes ließ sich der viermalige Weltmeister in der Partynacht von Abu Dhabi in ein Leben ohne Verpflichtungen und mit viel Zeit für die Familie treiben. Sein Kumpel Mick Schumacher hingegen will seinen vorerst leeren Kalender schnell wieder mit Terminen füllen. Und er hat einen Plan
"Ich bin in meinem Kopf schon bei der Rückkehr in 2024, wenn nicht sogar schon in 2023", sagte Schumacher, noch verschwitzt vom Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi. Seinen 43. und vorläufig letzten Grand Prix brachte er hinter sich, so muss man es ausdrücken. Rang 16 nach einem von ihm verursachten Crash. Dafür erhielt er eine Strafe, die ihm "egal" war.
Das schwere zweite Jahr bei Haas hat an Schumacher genagt. Nachdem am Donnerstag publik wurde, dass er keine Zukunft mehr hat beim US-Team, wurden von beiden Seiten Spitzen ausgeteilt. Am Montag schon saß sein Nachfolger Nico Hülkenberg im Haas-Overall vor dem Motorhome und gab Interviews. Schumacher war Geschichte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/11/17/3491770.jpg)
Mick Schumacher
Fotocredit: Getty Images
Wolff lobt Schumacher: "Würde passen"
Sein Problem: Alle 20 Cockpits für das kommende Jahr sind besetzt. Doch der junge Mann mit dem großen Namen hat noch "ein paar Optionen". Die offensichtlichste und vermutlich auch attraktivste heißt Mercedes, wo nach den Abgängen von Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne ein Ersatzfahrer gesucht wird.
"Mick ist ein intelligenter, gut erzogener junger Mann. Ich denke, zwischen uns würde es passen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in Abu Dhabi, "aber wir haben noch nicht mal vernünftig gesprochen."
Wolff stichelt gegen Steiner
Ohnehin "verdient" Schumacher einen Stammplatz, erklärte Wolff, der nichts als Unverständnis für den Umgang von Haas-Teamchef mit dem Deutschen übrig hatte: "Der Günther ist der Günther. Das ist sein Stil. Er kommt vom Berg, da ist die Luft dünner. Da kann man nicht so gut denken."
Für Schumacher scheint der Zwischenschritt bei Mercedes durchaus denkbar. Man müsse "abwarten und schauen", antwortete er lächelnd auf entsprechende Fragen - und die kamen häufig. Mercedes sei "eine großartige Marke, was sie in der Formel 1 erreicht haben, ist unglaublich". Und er sei "zuversichtlich, dass ich etwas finde, das sich gut anfühlt".
Vettel will sich "überraschen lassen"
Eine kleine Pause wird sich Schumacher nun gönnen, dabei den Markt sondieren. Und ab Januar will er seiner gewohnten Fitnessroutine nachgehen. Damit er bereit ist, wenn die Chance kommt.
Auf dass der Wahl-Schweizer möglichst wenig Zeit für Besuche auf dem Anwesen von Vettel hat, der drei Autostunden entfernt in ein Leben als Privatier startet. Dieser will sich "überraschen lassen, was kommt". Dabei sieht es Vettel durchaus als "Herausforderung" an, für sich herauszufinden, wie sehr er das Rennfahren vermissen wird.
Langweilig dürfte ihm allerdings kaum werden. Keine drei Stunden nach Rennende ging Vettel bei Instagram live, um seine Follower für ein weiteres seiner großen Anliegen zu mobilisieren: den Klimaschutz.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Alonso enthüllt: Dieses Versprechen gab er Vettel vor dem Rennen
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/10/26/3479181-70930788-2560-1440.jpg)
Red Bull F1 driver Sergio Perez revs up Mexican fans with a hometown street ride
Quelle: SNTV
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung