Nico Hülkenberg überrascht nach F1-Aus von Mick Schumacher: Haas-Kontaktaufnahme schon im Sommer

Es war eine monatelange Hängepartie, die mit der Entscheidung am Donnerstag beendet wurde: Mick Schumacher verliert sein Cockpit bei Haas in der kommenden Saison an seinen Landsmann Nico Hülkenberg. Der 35-Jährige kehrt nach drei Jahren Abstinenz als Stammfahrer zurück in die Königsklasse. Bei "Sky" überraschte der Emmericher am Samstag mit dem Zeitpunkt der Kontaktaufnahme durch den Rennstall.

Nico Hülkenberg

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Vor der Sommerpause schien eine Vertragsverlängerung von Mick Schumacher bei Haas nur eine Frage der Zeit zu sein. Der 23-Jährige hatte seinen schwachen Saisonstart überwunden und der heftigen Kritik nach seinen Crashs in Saudi-Arabien und Monaco zwei Top-Ergebnisse in Österreich und Großbritannien folgen lassen.
Teamchef Günther Steiner kündigte eine baldige Entscheidung an. Doch die erwartete Unterschrift während der Sommerpause blieb aus. Stattdessen erhielt die so genannte "Silly Season" auch bei Haas Einzug. Im August legte der US-amerikanische Rennstall um Steiner die Vertragsgespräche Medienberichten zufolge auf Eis.
Der Südtiroler bestätigte im September am Rande des ersten Rennwochenendes nach der Sommerpause in Zandvoort: "Es besteht kein Grund zur Eile. Wir schauen uns die Situation mit Mick an und verfolgen das, was passiert", und forderte mehrfach "mehr Konstanz" von seinem Piloten.
Nun bestätigte Nico Hülkenberg bei "Sky" indirekt, dass die Zweifel an Schumacher bereits vor der Sommerpause wuchsen - und man sich bereits damals mit Hülkenberg befasste.

Hülkenberg: "Hat sich nach dem Sommer ergeben"

"Das hat sich nach dem Sommer, in der Sommerpause so ergeben. Aber das war dann so Stück für Stück", erklärte der Emmericher die sich anbahnende Zusammenarbeit mit Haas.
Da sich die Leistungen von Schumacher nach der Pause stabilisierten, zögerte Haas die Entscheidung dann aber hinaus. "Mick hat auf einmal besser performt und man hat ihm mehr Zeit gegeben. Daher hat alles länger und länger gedauert", verriet der 35-Jährige für den es noch im Sommer so ausgesehen hatte, "dass es eher nicht klappt".
Doch Schumacher verpasste es schlussendlich, Haas-Teamchef Günther Steiner nachhaltig zu überzeugen, sammelte nach der Pause keinen einzigen Zähler mehr.
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Schumacher überzeugt Steiner nicht

Zwar gewann der Sohn des Rekordweltmeisters Michael Schumacher in der zweiten Saisonhälfte mehr direkte Duelle als sein Stallrivale Kevin Magnussen, für die Punkte sorgte ab September allerdings dennoch ausschließlich der Däne.
Daher habe sich bei Hülkenberg in den zurückliegenden zwei Monaten ein besseres Gefühl eingestellt. "Sicher war ich mir nie, weil es nun bis zum Schluss ging und erst vor einigen Tagen eingetütet wurde", erklärte er, bestätigte aber: "In den vergangenen zwei Monaten war ich relativ optimistisch."
Seit Donnerstag steht nun also fest: Hülkenberg kehrt nach drei Jahren im Hintergrund als Stammpilot in die Formel 1 zurück. "Ich bin sehr glücklich", freute sich der Emmericher, dem aber auch bewusst ist: "Es wird ein intensiveres Jahr, dritter Fahrer zu sein ist doch chilliger. Da sitzt man eben nicht auf dem heißen Stuhl und hat den Druck."
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Quelle: Perform

Steiner tritt gegen Schumacher nach

Dennoch zeigte sich für Hülkenberg insbesondere in dieser Zeit, dass er der Königsklasse noch etwas geben kann - und geben möchte: "Ich habe während meiner Pause festgestellt, dass da noch etwas ist und ich das Buch nicht vollkommen zuschlagen möchte. Und es hat funktioniert."
Schon bei den Testfahrten in der kommenden Woche in Abu Dhabi wird Hülkenberg im Haas sitzen.
Teamchef Steiner begründete die Entscheidung für den 35-Jährigen mit der höheren Erfahrung und ließ erneut mit Kritik an Schumacher aufhorchen: "Wir müssen Mick mitziehen. Aber wir brauchen jemanden, der uns mitzieht."

Sargeant-Aus als letzte Chance für Schumacher

Schumacher verlässt derweil nach zwei Jahren als Stammfahrer das Fahrerfeld der Formel 1 höchstwahrscheinlich - es sei denn, Logan Sargeant verpasst am Sonntag im Rennen der Formel 2 die notwendigen Superlizenzpunkte.
"Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass Haas die Entscheidung gefällt hat, meinen Vertrag nicht zu verlängern", hatte Schumacher am Donnerstag bedauert.
Angedeutet hat sich dieser Tiefschlag für den 23-Jährigen allerdings schon im Sommer.
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Quelle: SNTV

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