Mercedes erlebte zum Auftakt des Formel-1-Wochenendes in Baku eine kalte Dusche. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas landeten in beiden Trainings irgendwo im Nirgendwo, in der zweiten Session gelang nicht einmal der Sprung in die Top-10. Im Lager des Weltmeister-Teams herrscht absolute Alarmstimmung.
"Von der Pace her sind wir keinen Schritt vorwärts gekommen, heute sah es eher so aus, als wären wir zurückgefallen", zog Hamilton ein ernüchterndes Fazit der zwei Trainingsstunden. Platz elf, eine Sekunde hinter dem Tagesschnellsten Sergio Pérez im Red Bull. Baku scheint noch einmal schlimmer zu werden für den Champion als Monaco.
Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch Teamkollege Bottas, der nur die beiden Williams- und die beiden Haas-Piloten hinter sich halten konnte. "Monaco war nicht einfach, aber da wir waren mehr oder weniger dabei. Aber hier schienen wir weiter weg zu sein. Es ist eine größere Herausforderung, als wir dachten", sagte der Finne.
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Vor allem auf eine schnelle Runde fehlt dem Mercedes auf dem Stadtkurs in der Hauptstadt Aserbaidschans der Grip, um konkurrenzfähige Zeiten liefern zu können. "Irgendetwas ist fundamental falsch", stellte Bottas klar, der dem Team einen "langen Abend" prognostizierte.
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Baku GP: Hamilton und Bottas ratlos

Ein ziemlich seltsames Gefühl erlebte hingegen Hamilton. "Eigentlich hatte ich einen sehr guten Tag. Er war sauber, wir haben alle Runden gefahren, die wir wollten, ich hatte kaum Fehler, nur einen Verbremser im ersten Training", schilderte Hamilton. Kurzum: "Ich hatte einen guten Tag, aber er war nicht sonderlich schnell."
Auch der Brite erwartet lange und intensive Gespräche mit dem Team. "Wir müssen jetzt die Köpfe zusammenstecken und schauen, wo wir uns verbessern können", sagte Hamilton. Immerhin einen Lichtblick gebe es: die Long Runs. Doch auch diese seien nicht da gewesen, wo man sie gerne hätte.
Woran die Probleme genau liegen könnten, darüber rätseln beide. "Wir wissen es nicht, uns fehlt der Grip, dafür kann es viele Gründe geben", so ein ziemlich ernüchternder Bottas, der das Auto als "unberechenbar" beschrieb.
Hamilton bestätigte, dass es "nicht einfach" sei, außerhalb der Top 10 zu liegen. "Das Auto hat sich im ersten Training besser angefühlt, jetzt aber war keine Zeit mehr drin", schilderte er.
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