Der frühe Reifenwechsel, bedingt durch die Safety-Car-Phase in Folge des Unfalls von Antonio Giovinazzi und George Russell, habe Mercedes am Ende in Bedrängnis gebracht. O-Ton Wolff im "ORF": "Am Ende war es auf der Einstoppstrategie total marginal. Wir hatten überhaupt keinen Gummi mehr."
Sowohl Lewis Hamilton auf Position eins als auch Valtteri Bottas auf Position zwei hätten "Vibrationen ohne Ende" gehabt. Entsprechend groß seien die Sorgen am Kommandostand von Mercedes gewesen.
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"Da kann natürlich von einer Sekunde auf die andere der Reifen [kaputt-] gehen", erklärt Wolff. "Du hast einen Platten und dann verlierst du das Rennen." Er bezeichnet die letzten Rennrunden daher als "kritisch".
"Es war wirklich ein Nachhausetragen der Autos. Man hat es am Ende gesehen: Ricciardo ist teilweise drei Sekunden schneller gefahren als die ersten Drei. Das ist die Pace, die möglich war, aber du darfst es dann einfach nicht mehr riskieren."

Spa-Francorchamps: Mercedes hatte noch Reserven

Ansonsten habe er "nichts Negatives zu berichten", betont Wolff bei "Sky". "Die Pace war gut. Wir hatten Reserven." Und Max Verstappen auf P3 war nie eine ernsthafte Bedrohung für Mercedes, weil sich Hamilton und Bottas schon früh im Rennen ausreichend vom Red-Bull-Fahrer abgesetzt hatten.
Wolff aber glaubt: "[Red Bull] hätte uns zu einem Stopp zwingen können. Irgendwann lagen wir nur 1,2 Sekunden vor Max. Der Undercut-Abstand hätte zwei Sekunden betragen. Da hätte er eine Position gewonnen und wäre wahrscheinlich am Ende an Lewis drangewesen."
In diesem Fall hätte Mercedes, so sagt Wolff weiter, aber wohl reagiert und Hamilton ebenfalls zum Service reinbeordert. Und "es hätte ein Risiko bestanden, am Ende P1 und P3 zu belegen" statt einen Doppelsieg einzufahren, meint Wolff.
So aber hat Mercedes seinen Vorsprung in der Konstrukteurswertung weiter ausgebaut, auf fast einhundert Punkte. Und Bottas hat in der Fahrerwertung auf Verstappen aufgeholt, bleibt aber nach dem Belgien-Grand-Prix Dritter. Hamilton führt unangefochten.
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