GP von Belgien: George Russell glaubt an ersten Mercedes-Sieg - Regeländerungen greifen in Spa

Nach einem enttäuschenden Saisonstart hat sich Mercedes kontinuierlich zurückgearbeitet und steht mittlerweile erneut regelmäßig auf dem Podium. Mit den anstehenden Regeländerungen, die nach der Sommerpause beim Grand Prix von Belgien umgesetzt werden, könnte der Rennstall den Schritt nach ganz oben wagen. George Russell glaubt an den ersten Mercedes-Sieg in diesem Kalenderjahr.

George Russell und Lewis Hamilton greifen nach dem ersten Saisonsieg

Fotocredit: Getty Images

Ist Mercedes nach der Sommerpause ein Siegkandidat? Die Silberpfeile, die durchwachsen in die Saison gestartet waren, standen in den vergangenen sechs Rennen immer auf dem Podium und holten zuletzt in Ungarn sogar die Poleposition.
Geht der Trend weiter, ist man bald ein Siegkandidat. Zudem könnte ab dem kommenden Rennen in Spa (25. bis 28. August) eine Regeländerung der FIA helfen.
Denn um das exzessive Bouncen in den Griff zu bekommen, gilt ab Belgien die neue aerodynamische Oszillationsmetrik, bei der ein im Auto angebrachter Sensor die vertikale Beschleunigung misst, die einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreiten darf.
Zudem plant die FIA auch Maßnahmen, um einige Tricks zu unterbinden, die wohl zu einem flexiblen Unterboden geführt haben, was einigen Teams einen Vorteil verschafft haben soll. Welche Auswirkungen die Maßnahmen haben, wird man erst in Spa sehen, doch George Russell glaubt, dass Mercedes von ihnen profitieren könnte.

Russell ist sich sicher: Mercedes findet zu alter Stärke

"Ich denke, es besteht kein Zweifel daran, dass Ferrari und Red Bull das Reglement in dieser Hinsicht ausgereizt haben, und wir haben es so respektiert, wie es vorgesehen war", sagte der Engländer gegenüber "Sky".
"Aber es gibt keine Garantie, dass sie dadurch näher an uns herankommen werden. Wir wissen, dass wir langsamer werden würden, wenn es unser Auto betreffen würde. Es gibt keine Garantien, jedes Auto ist anders, aber es wird ihnen nicht helfen, das ist sicher", äußerte er sich über die Maßnahmen.
Er ist überzeugt, dass Mercedes um regelmäßige Podestplätze und sogar Siege mitfahren kann, sollten die Silberpfeile bei der Pace wieder an die Konkurrenz herankommen. Denn der W13 hat sich seit Saisonbeginn schon stark verbessert. Fuhr Lewis Hamilton in Dschidda aus eigener Kraft auf Platz zehn und in Imola nur auf 13, standen bei den vergangenen beiden Rennen beide auf dem Podest.
"Zu Saisonbeginn sind wir fast eine Minute hinter dem Sieger ins Ziel gekommen, aber jetzt sind es zuletzt nur noch zehn Sekunden gewesen", so Russell. "Wenn wir diesen Weg weitergehen, sind wir definitiv im Kampf dabei."
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Mercedes-Pilot George Russell

Fotocredit: Getty Images

"Charles tut mir wirklich leid": Russell sieht Red Bull klar vorn

Doch Russell weiß auch, dass die Konkurrenz sehr stark ist: "Max und Red Bull cruisen", erklärte er. "Ich denke, Max und Charles [Leclerc] sind im Moment auf einem ähnlichen Niveau, aber Charles tut mir wirklich leid, denn er macht im Moment einen großartigen Job, und er hat viel Pech gehabt", meinte der Mercedes-Pilot. "Max und Red Bull sind einfach absolut solide, Woche für Woche."
Russell ist aber gespannt, wie das Kräfteverhältnis ab dem kommenden Wochenende in Spa aussehen wird. "Das könnte einige andere Teams näher an uns heranbringen. Wir als Team haben eine Menge Vertrauen in uns selbst und den Glauben, dass wir großartige Arbeit leisten. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht dabei sein sollten."
In der Konstrukteurs-WM liegt Mercedes aktuell nur noch 30 Punkte hinter Ferrari. In der Fahrerwertung liegt Russell derzeit auf Rang vier - nur 20 Punkte hinter dem zweitplatzierten Leclerc, aber vor Carlos Sainz und seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton.
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Quelle: Perform

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