Was war passiert? In Runde 48 versuchte Hamilton in Kurve 4, Verstappen außen zu überholen. Es kam beinahe zu einer Berührung zwischen den beiden, weil Verstappen kurz zuckte und nach außen getrieben wurde.
Beide Fahrzeuge kamen von der Strecke ab, fuhren aber ohne jegliche Probleme anschließend wieder auf den Kurs - auch weil es ausgangs von Kurve 4 eine Asphalt-Auslaufzone gibt.
Verstappen blieb in Führung, wurde dann aber in Runde 59 von Hamilton kassiert. Der Brite gewann im Mercedes das Rennen, während Red-Bull-Pilot Verstappen auf Platz zwei ins Ziel fuhr.
Formel 1
"Wenn Geld regiert": Giovinazzi reagiert emotional auf F1-Aus
UPDATE 16/11/2021 UM 16:03 UHR
Dieser zweite Platz wackelt jetzt, da Mercedes vom Recht gebraucht macht, die Situation noch einmal bewerten zu lassen. In der Vergangenheit gab es für ähnliche Aktionen, bei der ein Fahrer von der Strecke gezwungen wurde, Zeitstrafen.

Muss Verstappen mit Strafe rechnen?

Das Weltmeisterteam muss nun aber auch neue Erkenntnisse liefern. Hamiltons Rennstall darf im Vorfeld des Großen Preises von Katar am Donnerstag um 15:00 Uhr seine Sicht der Dinge vor den Stewards darlegen.
Im Rahmen einer Videokonferenz soll festgestellt werden, ob das Werksteam tatsächlich "neue, signifikante Beweise" vorlegen kann, "die den Stewards zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung nicht zur Verfügung standen". Es dürfte sich um Aufnahmen aus der Onboard-Kamera handeln.
Sollte Verstappen nachträglich eine Strafe bekommen, könnte er hinter Valtteri Bottas zurückfallen, der im zweiten Mercedes nur drei Sekunden hinter dem Niederländer ins Ziel kam. Würde Verstappen damit auf Rang drei zurückfallen, sein Vorsprung in der Gesamtwertung würde von 14 Punkten auf elf Zähler schrumpfen. Er könnte aber auch eine Grid-Strafe für das nächste Rennen bekommen.
Mercedes veröffentlichte in den sozialen Medien ein Statement, in dem es hieß: "Das Mercedes-Team hat bestätigt, dass wir heute eine Neuuntersuchung gemäß Artikel 14.1.1 des internationalen Sportgesetzes in Bezug auf den Zwischenfall in Runde 48 des Großen Preises von Brasilien 2021 in Kurve 4 zwischen Wagen 44 und Wagen 33 beantragt haben, und zwar auf der Grundlage neuer Beweise, die den Stewards zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung nicht vorlagen."

Neue Beweise durch Onboard-Bilder

Diese neuen Beweise sind Onboad-Videos von Verstappen, die dem Rennstall rund um Teamchef Toto Wolff zur Verfügung stehen. Im Rennen soll die Rennleitung keinen Zugriff auf die Bilder gehabt haben. Laut Reglement darf Mercedes eine Neuuntersuchung beantragen, wenn das Team neue relevante Beweise einbringen kann.
Formel-1-Renndirektor Michael Masi kann sich vorstellen, dass die Bilder neue Beweise liefern: "Könnte sein, absolut. Möglicherweise", sagt er. "Aber nein, wir hatten keinen Zugang dazu. Und offensichtlich wird es heruntergeladen. Sobald der Inhaber der kommerziellen Rechte es zur Verfügung stellt, werden wir es uns ansehen."
Mehr News bei Motosport-Total.com
Das könnte Dich auch interessieren: Alonso schießt gegen Mercedes: "Sieht einfach sehr falsch aus"

F1-Rennkalender für 2022: 23 Rennen sorgen für Rekordsaison

Formel 1
Hamilton vs. Verstappen: Red Bull malt den Teufel schon an die Wand
UPDATE 16/11/2021 UM 11:01 UHR
Formel 1
Erster Formel-1-Pilot aus China: Bottas-Teamkollege steht fest
UPDATE 16/11/2021 UM 10:21 UHR