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Le Castellet GP: Valtteri Bottas kritisiert Mercedes-Strategie - "Warum hört mir niemand zu?!"
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Publiziert 20/06/2021 um 20:28 GMT+2 Uhr
Valtteri Bottas hat beim Großen Preis von Frankreich in Le Castellet sein Mercedes-Team scharf für die Strategie kritisiert. "Hätten wir zwei Stopps gemacht, hätten wir es sicher auf das Podium geschafft und um den Sieg gekämpft. Das ist sicher", schoss der Finne bei "Sky" gegen sein Team. Bottas fiel in der Schlussphase des Rennens in Le Castellet noch von Rang zwei auf den vierten Platz zurück.
Valtteri Bottas kritisierte sein Mercedes-Team in Frankreich
Fotocredit: Getty Images
"Als Team waren wir zu sehr darauf fokussiert, die Einstoppstrategie auszuführen. Wir dachten, das wäre die bessere. Aber das war es nicht. Ich hatte keine Vorderreifen übrig für die letzten zehn, 15 Runden", meinte der 31-Jährige weiter.
Bottas führte weiter aus: "Wir dachten, dass die Reifen bei den kühleren Bedingungen besser halten würden, aber das haben sie nicht. Unsere Vorhersagen für das Reifenleben hat nicht gepasst, das ist die Realität."
So musste der Mercedes-Pilot gegen Rennende zunächst Max Verstappen und kurze Zeit später auch noch dessen Red-Bull-Teamkollegen Sergio Pérez vorbeiziehen lassen und fiel so noch vom Podest.
"Ich wollte das Auto nur noch nach Hause bringen. Der letzte Stint hat keinen Spaß gemacht. Natürlich habe ich versucht, auf das Podium zu fahren, aber meine Reifen waren komplett hinüber. Daher hatte ich keine Chance, ich habe mich gefühlt wie eine lahme Ente", so Bottas.
Le Castellet GP: Wolff spielt Bottas-Kritik herunter
Bereits während des Rennens hatte der Finne sich über die Reifen und die gewählte Strategie seiner Ingenieure beschwert: "Warum hört mir niemand zu, wenn ich sage, dass das ein Zweistopper ist?!", klagte er in Runde 46 über Funk.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff spielte die Kritik bei "ServusTV" runter. "Endlich regt er sich auf. Das lässt er raus, das war gut so. Und das war ärgerlich".
Allerdings schob der Österreicher nach: "Wir glauben immer noch, dass die Einstopp die bessere Strategie war. Wir haben einfach unsere Reifen gekillt, wie sie nach dem Stopp so knapp beieinander waren. Da kannst du dann wenig tun."
Und Wolff fügte abschließend an: "Wenn man auf die Zweistopp geht, dann kommt man hinter Pérez raus. Den muss man dann auch erst auf der Strecke überholen. Heute ist so ein bisschen alles falsch gelaufen bei der Strategie."
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Quelle: Perform
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