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GP Frankreich - Sebastian Vettel überrascht von Defensiv-Aktion von Lance Stroll: "Geht ja eigentlich um nichts"
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Publiziert 24/07/2022 um 21:03 GMT+2 Uhr
Sebastian Vettel verpasste in Le Castellet als Elfter einen WM-Punkt. In der letzten Runde kämpfte der viermalige Weltmeister gegen seinen Aston-Martin-Teamkollegen Lance Stroll um den zehnten Rang, wäre beinahe mit dem Kanadier kollidiert. Nach dem Rennen äußerte sich Vettel "überrascht" über die harte Verteidigung von Stroll und resümierte das Rennen als "ein bisschen frustrierend".
Sebastian Vettel
Fotocredit: Getty Images
In der letzten Kurve setzte Sebastian Vettel alles auf eine Karte, doch es reichte nicht: Der viermalige Formel-1-Weltmeister beschloss den Frankreich-Grand-Prix 2022 in Le Castellet auf P11 knapp außerhalb der WM-Punkte. Mehr noch: Er vermied eine Kollision mit seinem Teamkollegen bei Aston Martin, Lance Stroll, kurz vor der Zieldurchfahrt. "Ich war schneller und hatte wahrscheinlich noch eine Chance in der letzten Kurve", sagte Vettel.
Stroll habe sich dann rustikal verteidigt: "Er stieg er am Scheitelpunkt auf die Bremse und ich wäre ihm fast reingefahren." Weil Vettel daraufhin verzögerte, war sein Schwung dahin und P10 außer Reichweite, sodass der Deutsche auf Platz elf die Ziellinie kreuzte.
Doch ein Platz hin oder her, das spielt für Vettel offenbar keine allzu große Rolle. Er meinte: "Wir kämpfen nicht um einen Punkt. Unterm Strich ist es ja das gleiche [Ergebnis; Anm. d. Red.] für das Team und wir holen einen Punkt für das Team."
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"Ich habe es versucht, weil ich schneller war. Ich wollte aber nicht zu viele Risiken eingehen. Und P10 ist nicht wie der Kampf um das Podium", so Vettel. Deshalb habe ihn die Aktion von Stroll auch "überrascht", weil "es geht ja dann um eigentlich nichts".
Aston Martin: Warum nicht viel ging in Le Castellet
Denn für mehr habe Aston Martin in Le Castellet schlicht der Speed gefehlt. Es sei deshalb "ein bisschen frustrierend" gewesen im Rennen, sagte Vettel, weil er ständig "im Verkehr festgehangen" sei. "Aber damit hatte man rechnen müssen, von unseren Startpositionen aus."
Eigentlich wäre es P14 gewesen bei Vettel in der Startaufstellung. Aufgrund von Motorenstrafen gegen Carlos Sainz und Kevin Magnussen aber rückte er noch um zwei Positionen auf. Geholfen hat das nur bedingt: "Es fehlt uns sehr an Grip, es fehlt uns an Abtrieb", erklärt er bei "Sky".
Insgesamt sei die Pace von Aston Martin mit dem AMR22 in Frankreich "nicht zufriedenstellend" gewesen. "Wir haben wieder dazugelernt und das Auto besser abgestimmt, im Rennen war es besser, aber wir wissen, dass wir hinten sind gemeinsam mit Williams."
Vettel: Was positiv lief in Frankreich
Einzig der Reifenhaushalt sei okay gewesen, meinte Vettel. O-Ton: "Wenn wir mal im Vorteil waren gegenüber anderen, dann meist durch die Reifen. Das hat gut funktioniert."
Nun müsse sein Team "noch viel aussortieren" vor dem Ungarn-Grand-Prix in einer Woche. Genug Daten habe man in Le Castellet gesammelt: "Dieses Wochenende war gut in dieser Hinsicht. Wir haben mehr über unser Paket erfahren. Hoffentlich hilft uns das nächste Woche."
Nacharbeiten will Vettel aber auch die Rennstrategie, weil die "vielleicht nicht der goldene Schuss" gewesen sei, so der Ex-Champion, der in der Safety-Car-Phase zunächst nicht zu einem Reifenstopp abgebogen war. "Ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht was hätten anders machen können, aber so war ich doch etwas weiter hinten und im DRS-Zug, konnte nicht viel ausrichten."
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Quelle: Perform
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