Für Hamilton blieb nur der zweite Platz. "Ich habe alles gegeben, und es tut mir leid, dass ich im ersten Sprint nicht den Sieg holen konnte", sagt er. "Es ist nicht gut, wenn du von Startplatz eins aus verlierst, aber wir werden morgen versuchen, das Negative in Positives umzuwandeln."
Nach dem verlorenen Start konnte Hamilton laut eigener Aussage nichts mehr gegen Verstappen ausrichten. Zwar hatte er es in der ersten Runde noch einmal vor der Copse-Kurve versucht, doch danach musste er sich geschlagen geben.
"Es war ziemlich wie bei den letzten Rennen. Wir sind einfach hinter Max hergefahren", fasst er zusammen.
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Dabei glaubt er nicht einmal, dass sein WM-Gegner unbedingt die ganze Zeit pushen musste. "Sie sind im Rennen einfach so stark. Er ist weggezogen, und es gab keine Chance, dass ich da mithalten kann", so Hamilton, der daher für das Rennen am Sonntag nur eine Möglichkeit sieht: "Wir müssen versuchen, irgendwie nach vorne zu kommen."

Lewis Hamilton kann sich schlechten Start nicht erklären: Habe das Ziel geschafft

Die Chance hatte der Weltmeister heute von Startplatz eins, doch der Start misslang dem Briten, obwohl er laut eigener Aussage das "Target" getroffen hat. "Wir haben eine Zielposition, die man mit der Kupplung treffen muss. Das ist immer das Ziel, und das habe ich geschafft", erklärt er. "Ich habe also getan, was ich tun musste, aber es hat nicht geliefert. Warum weiß ich nicht. Ich hatte eine Menge Wheelspin, der Rest ist Geschichte."
Am Thema Starts müsse Mercedes arbeiten, weil man da etwas Performance verloren habe. "Das müssen wir verbessern, denn Positionen zu verlieren, ist nie gut."
Eigentlich sah der Plan von Mercedes anders aus. Der Rennstall hatte sogar Valtteri Bottas auf die weichen Reifen gesetzt, um am Start möglicherweise an Verstappen vorbeigehen zu können. Dass dieser selbst an Hamilton vorbeizog, war nicht vorgesehen. "Wir wollten etwas anderes versuchen", sagt Bottas.

Bottas' Poker mit Soft geht nicht auf

Mercedes habe im Training gesehen, dass der Softreifen deutlich besser hält als angenommen. Daher wollte man das Risiko eingehen. "Das Ziel war, ihn (Verstappen; Anm. d. Red.) am Start oder in der ersten Runde zu überholen", sagt Bottas. "Das hat nicht geklappt."
Er selbst hatte eigentlich einen guten Start, doch in Kurve 1 wurde er etwas eingeklemmt und verlor dadurch sein Momentum. Danach ging es für den Finnen eher darum, die weichen Reifen nicht zu zerstören und das Auto ins Ziel zu bringen.
Das war für ihn sogar etwas einfacher als gedacht: "Ich muss sagen, dass ich zwischen Runde drei und vielleicht zehn, elf die größten Probleme hatte. Der Reifen hat etwas überhitzt. Aber als der Reifen etwas Verschleiß hatte, war es sogar etwas besser am Ende", sagt er.
Zwischenzeitlich hatte er zwar Sorge, dass die Autos auf Mediums hinter ihm eine Chance haben wurden, doch Charles Leclerc konnte Bottas im Sprintverlauf nicht gefährlich werden. "Zum Glück war das Risiko minimal", sagt er. "Schade, dass es nicht geklappt hat, aber ich bin froh, dass ich zumindest Platz drei halten konnte."
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