Eurosport
Formel 1 vor WM-Showdown in Katar - keine Stallorder bei McLaren für Norris und Piastri: "Pushen bis zum Limit"
Von
Publiziert 27/11/2025 um 12:14 GMT+1 Uhr
McLaren schließt trotz der zuletzt dramatischen Entwicklungen im Titelkampf der Formel 1 eine Teamorder zugunsten von Lando Norris weiterhin aus. Es gebe "keinen Grund", die Herangehensweise zu ändern, sagte Teamchef Andrea Stella in einer McLaren-Mitteilung vor dem Rennwochenende in Katar. Norris führt mit 24 Punkten Vorsprung auf den Teamrivalen Oscar Piastri das Klassement an.
Verstappen profitiert vom McLaren-Fiasko - WM-Kampf spitzt sich zu
Quelle: SID
Andrea Stella bügelte die Frage nach der Teamorder ab, ehe sie gestellt werden konnte.
Nein, es gebe "keinen Grund", die Herangehensweise zu ändern, ließ der McLaren-Teamchef vor dem vorletzten Rennwochenende der Formel 1 wissen - dabei steht in Katar so viel auf dem Spiel.
Angesichts des Dramas von Las Vegas wäre es logisch, den WM-Führenden Lando Norris zu bevorzugen und Oscar Piastri zum Unterstützer zu degradieren, um den heraneilenden Max Verstappen zu schlagen und den Fahrertitel zu retten. Doch diese Stallorder wird es nicht geben - Norris und Piastri treten weiter gegeneinander an.
"Wir haben immer gesagt, dass wir es den beiden Fahrern überlassen, um ihre Chance zu kämpfen - solange die Mathematik nichts anderes sagt. Und so wird es auch in Katar sein", sagte Stella.
Verstappen kommt in großen Schritten näher
Beim Sprint in Lusail nördlich von Doha am Samstag (15:00 Uhr im Liveticker), im Rennen am Sonntag (17:00 Uhr im Liveticker) sowie beim Saisonfinale in Abu Dhabi (7. Dezember) sind noch maximal 58 Punkte zu gewinnen.
Piastri präsentiert sich seit Monaten schwächer als Norris, stand seit August nicht mehr auf dem Podest. Verstappen dagegen kam seither in großen Schritten näher, liegt wie Piastri nur 24 Punkte zurück und profitiert auch davon, dass beide McLaren-Piloten konkurrieren.
"Das Mindset, das uns zwei Konstrukteurstitel und zwei Fahrer in die Position gebracht hat, um die WM zu kämpfen, bleibt unverändert. Wir pushen bis zum Limit und wollen unser volles Potenzial nutzen", sagte Stella: "Schmerzhafte Momente gehören zu unserem Sport dazu, aber man kann aus ihnen lernen und stärker werden."
Debakel von Las Vegas wirkt nach
In Las Vegas hatte McLaren die Autos zu niedrig eingestellt, dadurch verschliss der Unterboden zu sehr - und beide Fahrer wurden disqualifiziert. Verstappen, souveräner Sieger des Rennens und trotzdem noch nicht in Schlagdistanz, rückte erst dadurch im Klassement dicht heran.
"Wir gehen jedes Wochenende mit dem Ziel an, so viele Punkte wie möglich zu holen und die bestmögliche Leistung aus dem Auto herauszuholen - genau wie bei diesem Rennen", sagte der Weltmeister, der auf seinen fünften Titel nacheinander hofft: "Es ist ein Sprint-Wochenende, daher gibt es hier noch mehr Punkte zu gewinnen, und wir können uns nur ein perfektes Wochenende leisten."
Tsunoda kann Verstappen im Qualifying helfen
Anders als bei McLaren sind die Rollen bei Red Bull klar verteilt, Yuki Tsunoda nimmt die Aufgabe als Verstappen-Helfer bereitwillig an.
"Max ist zurück im Titelkampf, und ich werde ihn unterstützen, wo immer ich kann", sagte der Japaner, der sportlich allerdings überhaupt keine Rolle spielt. Denkbar wäre jedoch, dass Tsunoda Verstappen im Qualifying Windschatten gibt, sofern er es denn in den dritten Teil der Zeitenjagd schafft.
Während Verstappen und auch Piastri als Jäger unbeschwert ins Wochenende gehen können, lastet der Druck schwer auf Norris' Schultern. Das will sich der Engländer aber nicht anmerken lassen.
Es sei "großartig, wieder in Katar zu starten", sagte er: "Ich bin bereit, um den Sieg zu kämpfen."
Das könnte Dich auch interessieren: Nach Horner-Gerüchten: Newey steigt bei Aston Martin zum Teamchef auf
(SID)
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung