Mexiko GP | Lewis Hamilton besorgt - Nächste Runde im Vettel-Leclerc-Streit?

Lewis Hamilton denkt eher sorgenvoll an die dünne Luft in Mexiko-Stadt als an seine WM-Krönung. Ferrari geht mit breiter Brust in das Rennen, jedoch scheint alles bereitet für eine Fortsetzung des Ferrari-Duells Vettel gegen Leclerc. Die "Scuderia" will alles geben, um den vorzeitigen WM-Triumph des Engländers zu unterbinden.

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Lewis Hamilton ist in Sorge. Zuallererst um den Planeten, wie er zuletzt in einem düsteren Instagram-Beitrag darlegte.
Doch auch rein sportlich ist der Formel-1-Superstar vor seiner möglichen WM-Krönung beim Großen Preis von Mexiko (Sonntag, 20:10 im Liveticker auf Eurosport.de) ziemlich pessimistisch gestimmt. "Mexiko wird wohl unser schwierigstes Rennen des ganzen Jahres", unkte der Mercedes-Pilot mit Blick auf das Highspeed-Spektakel im Autodromo Hermanos Rodriguez:

Mexiko könnte Halmiltons WM-Sieg verschieben

Die dünne Luft auf mehr als 2200 m Höhe in Mexiko-Stadt sorgt für geringen Abtrieb trotz maximal angestellter Flügel, der Turbo muss mehr Arbeit als üblich verrichten, was die ohnehin komplizierte Kühlung zusätzlich erschwert. Faktoren, mit denen alle zehn Teams umgehen müssen, die aber vor allem Serienweltmeister Mercedes Kopfzerbrechen bereiten.
"Wir werden alles geben, um den Schaden zu begrenzen", erklärte Motorsportchef Toto Wolff und machte damit wenig Hoffnung auf den 100. Grand-Prix-Sieg des Werksteams am kommenden Wochenende. Durch ein Schwächeln der Silberpfeile würde wohl auch die WM-Entscheidung vertagt. Immerhin muss Hamilton für die Krone in Mexiko 14 Punkte mehr holen als sein Teamkollege Valtteri Bottas. Platz drei ist damit die Mindestanforderung für den Briten.

Ferrari patzen wegen Vettel-Leclerc-Konkurrenz

Vom Sieg sprach im Vorfeld übrigens auch Red Bull um den zweimaligen Mexiko-Sieger Max Verstappen nicht, dafür aber Ferrari. "Nach zwei Rennen, bei denen wir besser hätten abschneiden können, reisen wir nach Mexiko, um dort zu gewinnen", erklärte Teamchef Mattia Binotto selbstbewusst. Vettel erklärte:
Im Qualifying war die "Scuderia" zuletzt fünfmal in Folge nicht zu schlagen. In den Rennen aber lief keineswegs alles glatt, was auch am zunehmend angespannten Verhältnis der Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc liegt. Beide machten im Boxenfunk vor allem in den Rennen in Singapur und Sotschi ziemlich klar, dass sie in erster Linie für sich selbst fahren.

Hamilton als Nutznießer des Ferrari-Gefechts

Dass es bei Ferrari knistert, hat auch Hamilton mit einer gewissen Süffisanz registriert. Der wohl bald sechsmalige Champion hat aus der Entfernung "eine sehr interessante Dynamik" ausgemacht - und zwar eine, die ihm und Mercedes schon in den vergangenen beiden Rennen zum mehr oder weniger unverhofften Sieg verholfen hat.
"Sebastian hat die Saison als Nummer eins angefangen und ist es jetzt nicht mehr. Von außen betrachtet sieht es so aus, als ob Ferrari Charles gerade zur Nummer eins aufsteigen lässt", schilderte Hamilton seine Eindrücke der Bild-Zeitung:

Vettel: Mercedes macht "keine Fehler"

Nach der Sommerpause übernahm die Scuderia sportlich das Zepter. Die WM war zu diesem Zeitpunkt zwar bereits so gut wie gelaufen, doch das tut dem Machtkampf zwischen dem viermaligen Weltmeister Vettel (32) und dem forschen Ferrari-Neuling Leclerc (22) keinen Abbruch.
Nicht von ungefähr holte Ferrari in diesem Zeitraum 27 WM-Punkte weniger als Mercedes - der Serien-Weltmeister aus Stuttgart, Brackley und Brixworth mag zwar nicht mehr uneingeschränkt den Speed vorgeben, macht aber schlicht "keine Fehler", wie Vettel einräumte. Vielleicht reicht das auch am Sonntag wieder für die Silbernen.
(SID)
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