Mick Schumacher zurück in die Formel 1: Ex-Haas Chef Günther Steiner meint "dauerhafte Rückkehr wird kompliziert"

Der frühere Teamchef des Rennstalls Haas, Günther Steiner, glaubt, dass eine Rückkehr Mick Schumachers in die Formel 1 schwierig wird. "Die einzige Chance für Mick wäre, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Fahrer zu ersetzen", sagte er im Interview mit Eurosport Frankreich. McLaren-Pilot Lando Norris traut er den WM-Titel zu, Max Verstappen hätte er schon beim Rennen in Austin bestraft.

Günther Steiner war jahrelang Teamchef des Haas-Rennstalls

Fotocredit: Getty Images

Mit einem waghalsigen Manöver hat sich Max Verstappen zuletzt beim Großen Preis von Mexiko selbst um das Podest gebracht, als er Lando Norris zweimal von der Strecke drängte - und dafür zwei Zehn-Sekunden-Strafen erhielt.
Für den früheren Haas-Teamchef Günther Steiner war das aber nicht Verstappens ureigenste Schuld. Ich mache vielmehr das Fehlen einer Strafe in Austin verantwortlich", sagte Steiner im Interview mit Eurosport Frankreich.
"Wenn er in Austin eine Fünf-Sekunden-Strafe bekommen hätte, bin ich mir sicher, dass er nicht so gehandelt hätte, wie er es am Sonntag in Mexiko-Stadt getan hat. Wenn man ihm einen Spielraum lässt, pusht er immer weiter. Max ist dieser Typ Fahrer."
In Austin hatte Norris nach einem Überholmanöver gegen Verstappen eine Fünf-Sekunden-Strafe erhalten, der Weltmeister war aber nicht sanktioniert worden, obwohl er seinen Konkurrenten nach außen gedrängt hatte.

Norris nicht zu nett, nur ein "korrekter Fahrer"

Steiner, der von 2014 bis Anfang 2024 Teamchef bei Haas war, glaubt dennoch, dass Norris Weltmeister werden kann. Dafür brauche er Hilfe: "Ferrari muss sich zwischen McLaren und Red Bull drängen."
Der 59-Jährige versteht, dass Norris für zu nett für den Formel-1-Zirkus gehalten wird.
"Ich denke, dass Lando auf respektvolle, faire Weise Rennen fahren will. Er hält sich an die Regeln, nichts weiter."
Der McLaren-Pilot hätte Konkurrent Verstappen mehrfach rammen können. "Was in Mexiko City passiert ist, zeigt, dass er ein korrekter Fahrer ist."

Schumachers Rückkehr "kompliziert"

Zu Mick Schumachers Zukunft hielt sich Steiner hingegen bedeckt. Zuletzt galt er als Kandidat für das noch freie Cockpit bei Sauber. Das Team wird 2026 zu Audi.
"Ich weiß nicht, was Sauber für das nächste Jahr plant. Die einzige Chance für Mick wäre, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Fahrer zu ersetzen", sagte Steiner im Interview.
"Dann könnte er zeigen, was er wert ist. Ansonsten wird eine dauerhafte Rückkehr kompliziert."
Steiner war Schumachers Teamchef bei Haas und kritisierte ihn mehrfach, auch nach dem Ende der Zusammenarbeit. Für den früheren Formel-1-Fahrer Hans-Joachim Stuck ist Steiner gar der Grund, weshalb Schumacher kein Formel-1-Cockput mehr erhält.
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Quelle: Perform


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