Formel 1: Mercedes-Boss Toto Wolff sucht Streit mit Red Bull in Bib-Affäre: FIA sieht Sache als "beendet" an

Laut dem Automobil-Weltverband (FIA) ist die Bib-Affäre um Red Bull bereits beigelegt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff aber wirkt nicht überzeugt. Er bezeichnet die Angelegenheit als "ungeheuerlich" und wirft dem Konkurrenzteam ein Schmierentheater vor. Red Bull demonstrierte der FIA im Rahmen des GP der USA die möglichen Umstellungen, um entsprechende Vorwürfe zu entkräften.

Toto Wolff (Mercedes, Mitte) im Gespräch mit Helmut Marko (re.) und Sergio Pérez (li.) von Red Bull

Fotocredit: Getty Images

Wolff fand diese Demonstration "wirklich toll, wie sie den echten Besenstiel ins Auto gehalten haben, um zu zeigen, dass man die Sache nur so verstellen kann. Ich frage mich, wie lange es wohl gedauert hat, das zu bauen." Der ironische Unterton in Wolffs Stimme war bei diesen Äußerungen klar erkennbar.
"Mir war halt nicht klar, dass wir in der Formel 1 solche Bugs-Bunny-Vorrichtungen verwenden", meint er. Ernsthaft fügt Wolff hinzu.
"Wir alle entwickeln Teile, die dem Formel-1-Standard entsprechen. Wir stellen höchste Ansprüche an das Design dieser Teile, die innerhalb der Regeln liegen. Bei Dinge wie Aero-Elastizität geht man wahrscheinlich auch mal so weit wie möglich."
"Aber dann gibt es eben auch gewisse Teile, bei denen man fragen kann, warum sie überhaupt existieren. Und es reicht nicht aus, ein Versprechen zu geben, es nicht mehr zu machen."

FIA sieht Bib-Affäre als "beendet"

Dem Weltverband wiederum reichen die Red-Bull-Erklärungen offenbar sehr wohl aus, denn Nikolas Tombazis als FIA-Verantwortlicher für Formelsport hat die Bib-Affäre noch in Austin für "beendet" erklärt.
Wie Wolff dazu steht? Er sagt: "Ich kann weder für die FIA noch für Nikolas sprechen. Aber es ist etwas, das lange Zeit nicht bemerkt wurde. Ich schätze, die Führungsetage der FIA wird sich das anschauen und überlegen, was weiter zu tun ist." Ähnlich hatte sich schon am Wochenende McLaren-Boss Zak Brown geäußert.
Red Bull hat indes bereits angekündigt, zum übernächsten Formel-1-Rennwochenende in Brasilien mit einem angepassten RB20 antreten zu wollen. Beim anstehenden Mexiko-Grand-Prix fährt das Team aber noch mit der Fahrzeug-Version, wie sie zuletzt auch in Austin verwendet worden ist.
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Quelle: Perform


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