Das ist für Hamilton ärgerlich, denn eigentlich hätte es für ihn ein lockerer zweiter Platz werden sollen, nachdem sich vor ihm Lando Norris und Sergio Pérez in die Haare bekommen hatten. Doch ein Schaden auf der linken Seite seines Unterbodens kostete den Mercedes-Piloten eine Menge Abtrieb und zwang ihn zu einem zweiten Reifenwechsel.
"Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, dass es sehr schwierig sein wurde, Max zu schlagen. Aber es ist natürlich frustrierend, dass ich so viel Abtrieb am Heck verloren habe und den zweiten Platz nicht halten konnte", ärgerte sich Hamilton. "Dadurch haben wir heute viele Punkte verloren."
Wo genau der noch nicht näher benannte Schaden herkam, weiß er auch nicht. Es hieß, dass es mit den Randsteinen in Kurve 10 zu tun habe, doch Hamilton betonte: "Ich bin nicht mehr über die Randsteine gefahren als alle anderen. Ich weiß wirklich nicht, was passiert ist. Aber der Schaden ist groß", so der Brite.
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"Es war ein ziemlich großer Performanceverlust", bestätigte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Und weil der Schaden nur im Heckbereich war, bekam Hamilton auch noch Probleme mit der Balance und rutschte mit den Reifen herum. "Dadurch hat er auch die Reifen in eine Richtung gepusht, mit der wir nicht bis zum Ende durchgekommen wären."

Lewis Hamilton (Mercedes) in Spielberg

Fotocredit: Getty Images

Spielberg GP: Hamilton muss Bottas und Norris ziehen lassen

Der Schaden war so groß, dass er schließlich Teamkollege Valtteri Bottas und auch McLarens Lando Norris ziehen lassen musste, bevor er sich an der Box frische Reifen abholte. Hamilton beschrieb es so: "Es fühlte sich so an, als wäre ich mit dem Heckflügel ein paar Schritte flacher gegangen."
Und so ließ sich am Ende kein gutes Ergebnis mehr einfahren. "Ich wäre Zweiter geworden", haderte er. "Ich war Zweiter, als das plötzlich kaputtging. Es wäre ein einfacher zweiter Platz geworden", war er sicher. "Die Jungs vor mir konnte ich aber natürlich nicht einholen."
Der vierte Platz bedeutet für Hamilton nun, dass er auch nach seinem Heimspiel in Silverstone definitiv nicht WM-Führender sein wird. 32 Punkte - und damit mehr als einen Rennsieg - liegt er nun in der Meisterschaft hinter Verstappen.
Silverstone gilt eigentlich als gutes Pflaster von Mercedes, optimistisch ist er nach den Eindrücken der letzten Rennen aber nicht: "Wir liegen meilenweit hinter ihnen, von daher haben wir eine Menge Arbeit vor uns. Sie haben in den vergangenen Rennen eine Menge Upgrades gebracht, wir überhaupt keine. Wir müssen daher noch einige bringen und so viel Performance wie möglich finden. Ansonsten wird das Ergebnis noch öfter so aussehen."
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