Verstappen hatte seine Polezeit von 1:03.720 Minuten bereits in seinem ersten Q3-Run hingelegt, obwohl er in Kurve 3 blockierende Vorderräder hatte. "Das war nicht toll", sagte er. Der gleiche Fehler ist ihm auf seinem zweiten Versuch nicht passiert, trotzdem kam er an seine Zeit nicht mehr heran: 0,046 Sekunden fehlten ihm auf seinen ersten Versuch.
Das erklärte er damit, dass er das erste Auto auf der Strecke war und somit keinen Windschatten hatte. Das war aber von Red Bull so beabsichtigt. Wegen seines Verbremsers zuvor wollte man Verstappen freie Fahrt geben. "Aber ich habe nicht erwartet, so viel Zeit auf den Geraden zu verlieren. Das wissen wir für das nächste Mal. Da bleiben wir lieber in der Box", sagte der Niederländer.
Denn dadurch wäre es für ihn beinahe noch einmal knapp geworden mit der Pole-Position: "Wenn du vorne bist, kreierst du ein Loch in der Luft, und das hat Lando [Norris] hinter ihm einen leichten Ansaugeffekt gegeben", erklärte Teamchef Christian Horner.
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So wurde der McLaren noch zur Gefahr. Norris fuhr überraschend auf Platz zwei und lag nach 18 von 20 Minisektoren sogar vor Verstappen. Am Ende trennten die beiden 0,048 Sekunden. Das heißt aber auch: Selbst Verstappens langsamere zweite Runde hätte für Platz eins gereicht - um zwei Tausendstelsekunden.

Spielberg GP: Red-Bull-Teamchef Horner adelt Verstappen

Wie viel Zeit noch im Auto gewesen wäre, vermag Verstappen nicht genau zu sagen: "Ein bisschen", zuckte er mit den Schultern. Doch dass er eben nicht alles herausholen konnte, ärgerte ihn. "Ich bin nicht zufrieden mit mir, aber ich muss versuchen, mich glücklich zu machen, sonst klinge ich so mürrisch", sagte er.
"Natürlich sind wir trotzdem Erster, aber ich möchte, dass es perfekt ist - und es war heute nicht perfekt", so Verstappen weiter. "Das liegt vermutlich daran, wie ich mit meinem Vater aufgewachsen bin. Es ist niemals perfekt."
Teamchef Christian Horner kennt die Macken seines Schützlings: "Max sucht immer nach dem kleinen Bisschen mehr. Er hatte das Gefühl, dass noch mehr im Auto drin gewesen wäre", sagte der Brite. "Trotzdem war es eine phänomenale Performance."

Spielberg GP: Max Verstappen (Red Bull) gewinnt das Qualifying

Fotocredit: Getty Images

Spielberg GP: Auch Pérez sticht Hamilton aus

Für das Rennen am Sonntag hat Red Bull eine exquisite Ausgangsposition. Hauptkonkurrent Mercedes steht am Start nicht nur hinter Überraschungskandidat Norris, der laut dem Teamchef auch ein Faktor sein wird, sondern auch hinter dem zweiten Red Bull von Sergio Pérez.
"Das ist eine phänomenale Ausgangsposition", nutzte Horner noch einmal das gleiche Adjektiv.
"Wir wollen natürlich beide Autos da vorne haben", ist auch Verstappen zufrieden mit den Startpositionen. "Wir freuen uns auf ein gutes Rennen und viele Punkte für das Team. Hoffentlich läuft es gut."
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