Max Verstappen bricht Uralt-Rekord von Alberto Ascari - Niederländer singt nach Sieg über Boxenfunk

Max Verstappen hat mit seinem Triumph beim Grand Prix von Brasilien einen uralten Rekord gebrochen. 17 Siege in 20 Rennen bedeuten eine Quote von 85 Prozent, eine solch brutale Konstanz hatte bislang niemand in der Geschichte der Formel 1 vorzuweisen. Dieser Meilenstein wurde bei Red Bull natürlich gebührend gefeiert - und Verstappen stellte seine Gesangsqualitäten unter Beweis.

Max Verstappen

Fotocredit: Getty Images

Gianpiero Lambiases Berechnungen waren wie immer präzise: "Max, hier ist ein kleines Geheimnis. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann hast du gerade Ascari übertroffen - seinen Rekord aus 1952, was die prozentuale Siegquote in einer Saison betrifft", funkte der Renningenieur unmittelbar nach der Zieldurchfahrt beim Grand Prix von São Paulo.
Max Verstappen hatte im 20. Rennen seinen 17. Sieg gefeiert, was einer Quote von 85 Prozent entspricht. Dazu kommen vier Siege aus sechs F1-Sprints, also kombiniert 21 Siege in 26 Rennen (immer noch 81 Prozent). Selbst wenn Verstappen in Las Vegas und Abu Dhabi nicht mehr gewinnen sollte, wird er Alberto Ascaris 75 Prozent (sechs Siege in acht Rennen 1952) übertreffen.
"Wir alle haben das geschafft, zusammen", funkte der inzwischen dreimalige Weltmeister, und Teamchef Christian Horner meldet sich vom Kommandostand: "Wieder ein historischer Moment." Und historische Momente, die weiß man bei Red Bull bekanntlich zu feiern: "Vielleicht erkennst du das?", fragt Horner mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Plötzlich hörte Verstappen am Boxenfunk nicht mehr seinen Renningenieur oder Teamchef, sondern den alten Tom-Jones-Hit "Green Green Grass of Home". Der Superstar der Formel 1 musste sofort lachen: "Haha, sehr nett!"

Verstappen lässt sich zu Ständchen hinreißen

Horner forderte Verstappen schließlich zum Mitsingen auf, während Tom Jones auf dem Band gerade "Arms reaching, smiling sweetly" trällerte. Aber Verstappen war zunächst wenig begeistert ob der Aussicht, sich vor einem Millionenpublikum zum Affen zu machen.
"Ich bin kein guter Sänger. Ich hör's mir lieber an", sagte er, wollte dann aber doch kein Spielverderber sein ("Let's go!") und stimmte ein: "... of home. The old house is still standing, though the paint is cracked and dry, and there's that old oak tree that I used to play on."

"Radio Red Bull": Das steckt dahinter

"Gut gemacht, Kumpel. Radio Red Bull!", lachte Horner, und Verstappen scherzte mit: "Wieder was Neues, was wir anfangen können." Darauf schaltete sich auch Lambiase wieder in die Boxenfunkparty ein. Er flehte Verstappen an: "Bitte, gib deinen jetzigen Job nicht auf!" Aber das hat der ohnehin nicht vor: "Ich denke, darin bin ich besser."
Das wirft erstmal Fragen auf: Warum singt Verstappen am Boxenfunk? Und wenn schon, warum dann "ausgerechnet Tom Jones, was zur Hölle?", wie es Horner bei seiner Medienrunde nach dem Rennen unter großem Gelächter der anwesenden Journalisten formuliert.
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Red-Bull-Pilot Max Verstappen holte in São Paulo seinen 17. Saisonsieg

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Die Geschichte beginnt beim Grand Prix von Katar mit einer Unterhaltung zwischen Horner und Verstappens Vater Jos. "Wir haben heute etwas über Max gelernt", grinste der Red-Bull-Teamchef. "Als er mit seinem Vater nach den Kartrennen nach Hause gefahren ist, hatte Jos im Auto nämlich die ganze Zeit irgendwelche alten Tom-Jones-Nummern laufen."
Also organisierte Horner, dass für die Zieldurchfahrt "Green Green Grass of Home" auf die Intercom gelegt wurde. Der Ehemann von "Spice Girl" Geri Halliwell (heute Horner) musste laut lachen, während er erzählte: "Ich dachte, er hört vielleicht die Spice Girls, oder er steht total auf Ed Sheeran, irgendwas Zeitgemäßes, was zu seinem Alter passt. Aber Tom Jones, verflucht nochmal!"
"Mir ist verdammt nochmal schleierhaft, warum ein 26-Jähriger 'Green Green Grass' hören sollte. Das ist der Song, mit dem ich am wenigsten gerechnet hätte. Aber Jos hat es mir in Katar erzählt. Ich habe ihn nach Max' Lieblingssong gefragt, damit wir ihn auflegen können. Und Jos meinte: 'Green Green Grass' von Tom Jones."
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Quelle: Perform

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