GP von Brasilien: Götterdämmerung bei Mercedes - Lewis Hamilton und George Russell erleben Albtraum

Der Abschluss des Triple-Headers war für Mercedes alles andere als zufriedenstellend. Nach den starken Auftritten in Austin und Mexiko gerieten Rekordweltmeister Lewis Hamilton und dessen Teamkollege George Russell in São Paulo unter die Räder. Der Bolide führte die beiden Piloten regelrecht vor, Teamchef Toto Wolff zeigte sich fassungslos: Das Saisonende kommt Mercedes nur allzu gelegen.

Lewis Hamilton

Fotocredit: Getty Images

Lewis Hamilton war sichtlich um gutes Benehmen und saubere Sprache bemüht, doch ganz gelang es ihm nicht. "Noch zwei Rennen mit diesem Ding", sagte der Rekordweltmeister der Formel 1, "und dann sehe ich es hoffentlich nie wieder."
Dieses Ding, dieser irgendwie unfahrbare Mercedes W14, hat Hamilton und George Russell in Brasilien übel vorgeführt und Teamchef Toto Wolff fast die Sprache verschlagen: "Das war eine unentschuldbare Performance, da fehlen mir fast die Worte."
Ein Blick auf die Ergebnisse belegt die Götterdämmerung bei den Sternfahrern. Lewis Hamilton rettete sich unter Aufbietung all seiner außerordentlichen Fähigkeiten in einem Kraftakt auf Platz acht - "er hat irgendwie überlebt", sagte Wolff.
Russell stellte sein harmloses Auto zwölf Runden vor dem Ende ab, weil eine Überhitzung des Motors drohte.

Mercedes bricht im Triple-Header ein

Die englischen Medien übten vernichtende Kritik an dem einst so stolzen Team, das mittlerweile nur noch ein Nachzügler ist. "Als er die Order bekommt, mehr zu pushen, lacht Hamilton im Boxenfunk: Und wie soll ich das machen?", schrieb der "Mirror", die "Sun" sprach von "Narren in einer echten Horror-Show. Hamilton und Russell durchleben Albträume."
Selbst die italienischen Medien, eigentlich mit der kaum weniger desolaten Leistung von Ferrari beschäftigt, stimmten ein: "Einziger Trost: Mercedes war noch schlechter", ätzte "La Stampa".
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Lewis Hamilton und George Russell erlebte einen Grand Prix zum Vergessen

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Und dabei sind die beiden Rennen in Austin und Mexiko, in denen Lewis Hamilton mit dem auch in Brasilien unschlagbaren Max Verstappen Schritt halten konnte, noch gar nicht so lange her. Was also ist passiert in den wenigen Tagen des Triple-Headers, die seither vergangen sind?
"Es muss einfach alles auf den Prüfstand, jede Schraube", sagte Wolff in São Paulo: "Das war die schlechteste Mercedes-Performance seit 13 Jahren, es muss sich etwas ändern, und zwar schnell."

Las Vegas wird zur großen Unbekannten

Nichts ging in der Heimat von Ayrton Senna, wo George Russell vor Jahresfrist im Sprint und im Grand Prix die bis dato letzten Siege für Mercedes in der Formel 1 holte.
"Wir haben an diesem Wochenende offenbar etwas sehr falsch gemacht", stellte Russell sehr richtig fest. Es gelte nun, für die beiden letzten Rennen der Saison "irgendwie wieder auf die Beine zu kommen".
Ein schwieriges Unterfangen: Langsam auf den Geraden, rutschig in den Kurven - der W14 hat Defizite, die sich in ein paar Tagen nur schwer beheben lassen dürften.
Und das vor zwei Rennen, von denen eines, nämlich das nächste, eine große Unbekannte ist. Erstmals seit 41 Jahren macht die Formel 1 Station in Las Vegas, der Kurs führt mitten durch das glitzernde Spielerparadies in der Wüste von Nevada. Nur eine Woche später steht das Saisonfinale in Abu Dhabi an, 13.000 Kilometer entfernt, ein 23-Stunden-Flug. Wenigstens das sieht Hamilton entspannt: "Ist halt unser Job." Wenn nur das Ding irgendwie funktionieren würde.
(SID)
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Hamilton und Russell machen WM-Ansage für 2024

Quelle: Perform

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