Der siebenmalige Champion hat davon Klasse, und er wird sie in Teil vier des engen WM-Duells mit seinem niederländischen Rivalen auch brauchen. Mercedes droht in Barcelona ein Deja-vu des Saisonauftakts in Bahrain.
Hamilton hatte damals zwar triumphiert, dafür aber Schwerstarbeit gegen den eigentlich schnelleren Verstappen verrichten müssen. Letztlich entschieden Hamiltons Ausnahmetalent im Cockpit, seine Erfahrung und ein Quäntchen Glück das Rennen. Der W12 des Weltmeister-Teams fiel jedoch mit der starken Beanspruchung der Reifen negativ auf.
Der 4,675 km lange Circuit de Barcelona-Catalunya gilt nun ähnlich wie Bahrain nicht als reifenschonend - für Hamilton und die Silberpfeile ist das ein Nachteil. Die Strecke sei ein "echter Prüfstand für das Auto", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Um auf dieser Strecke eine starke Performance zu zeigen, muss man das Management der Hinterreifen im Griff haben, und das gehörte bislang in dieser Saison nicht zu unseren größten Stärken."
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Das wissen auch Verstappen und Red Bull, die auf eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse zu ihren Gunsten hoffen. "Es kann eine gute Strecke für uns sein", sagte Verstappen, der Mercedes trotzdem "wieder sehr schnell" erwartet: "Es wird eng."

Verstappen sitzt Hamilton im Nacken

Das ist es auch in der WM. Nur acht Punkte trennen Hamilton (69) und Verstappen (61) vor dem vierten Saisonrennen. So groß die Rivalität ist, so hart der Kampf auf der Strecke geführt wird, so groß ist dabei der gegenseitige Respekt.
"Cool" sei es zu wissen, sagte der einst als Heißsporn verrufene Verstappen, auf der Strecke ans "absolute Limit" gehen und zugleich dem Rivalen vertrauen zu können. Hamilton, dessen Duelle mit Nico Rosberg oder Sebastian Vettel mitunter die Grenze der Fairness überschritten, gab das Kompliment zurück. "Wir fahren beide sehr, sehr hart, aber fair", sagte der Brite: "Das macht großen Rennsport aus. Ich denke, wir haben beide nicht die Absicht, dass es auf der Strecke noch dichter wird."
Für die Fans und die Formel 1 ist das Duell auf Augenhöhe nach Jahren der erdrückenden Dominanz von Mercedes und Hamilton ein Glücksfall. Die Rivalität, die gerade erst so richtig Fahrt aufnimmt, könnte allerdings schon am Ende des Jahres wieder Geschichte sein.

Schumacher-Rekord in Gefahr: Hamilton kann alleiniger Rekord-Champion werden

Hamilton ist bereits 36 Jahre alt. Mit Mercedes einigte er sich im Winter nach zähen Verhandlungen auf eine Vertragsverlängerung um nur ein Jahr. Wird er auch in dieser Saison Weltmeister, ist er mit acht Titeln alleiniger Rekordchampion vor Michael Schumacher. Ob die Motivation für ein weiteres Jahr in er Königsklasse dann noch reicht? Er plane, "nächstes Jahr noch da zu sein", sagte Hamilton vor Wochenfrist fast schon beiläufig.
Klar ist, dass es nicht zu einer erneuten Hängepartie kommen soll. Es gebe keinen Grund, warum "die Ehe nicht fortgesetzt werden sollte", sagte Wolff zuletzt und kündigte den zeitnahen Beginn von Gesprächen an: "Wir haben unsere Lektion gelernt und werden nicht wieder bis zu den Weihnachtsferien warten."

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(SID)

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