Beim Großen Preis der Emilia-Romagna am Sonntag in Imola (15.00 Uhr/Sky und RTL) geht der Zweikampf in die nächste Runde. Wird es ähnlich packend wie in Bahrain? "Gerne", sagte Herausforderer Verstappen am Donnerstag: "Nur mit einem anderen Ausgang." Es gebe noch 22 Rennen, um sich zu steigern. "Ich sehe keinen Grund, warum das Auto nicht wieder so wettbewerbsfähig sein sollte", sagte Verstappen.
Für Platzhirsch Mercedes wäre das eine denkbar schlechte Nachricht. Schon beim spannenden Auftakt in Bahrain vor drei Wochen war der Silberpfeil das unterlegene Auto. Die Jahre der teils erdrückenden Dominanz scheinen Vergangenheit.
Über 56 Runden war unklar, wer in Bahrain gewinnen würde. Letztlich war es der an diesem Abend in der Wüste von Sakhir weltmeisterliche Auftritt von Rekordchampion Lewis Hamilton, der den ersten Saisonsieg für Mercedes vor dem zweitplatzierten Verstappen sicherte.
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"Wir haben das erste Rennen gewonnen, aber wir machen uns keine Illusionen, dass dies eine unkomplizierte Saison wird", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Dem Auto fehle es auf einer Runde noch an Pace. Mercedes-Pilot Valtteri Bottas drückte es so aus:
Wir sind jetzt die Jäger, nicht mehr die Gejagten."

Imola-Vorentscheidung schon beim Qualifying?

Diese Jagd führt am Wochenende auf die ikonische Rennstrecke in Imola. Vorentscheidend könnte schon das Qualifying am Samstag werden. Auf dem relativ schmalen Kurs im Autodromo Enzo e Dino Ferrari ist das Überholen vergleichsweise schwierig.
Ein guter Startplatz der Teamkollegen Bottas und Sergio Perez (Red Bull) ist aus taktischer Sicht deshalb besonders bedeutsam. Auch die 528 Meter lange Boxengasse - die längste in diesem Jahr - müssen die Strategen beachten.
Der Fokus liegt dabei zweifellos auf dem Duell Hamilton gegen Verstappen. Es elektrisiert auch deshalb, weil beide die Formel 1 neben ihrer fahrerischen Klasse mit Charakter und Persönlichkeit bereichern.

Heißes F1-Duell: Hamilton vs Verstappen

Da wäre Hamilton, der Jet-Setter und Modeliebhaber, der zugleich seine Bühne nutzt, um immer wieder Missstände bei politisch wichtigen Themen wie Umweltschutz und Gleichberechtigung anzuprangern.
Seine Vormachtstellung wird attackiert von Verstappen, dem niederländischen Ausnahme-Talent mit dem scheinbar grenzenlosen Selbstvertrauen. Ob er so etwas wie Selbstzweifel kenne, wurde er im Interview mit dem "Münchner Merkur" und der "tz" gefragt. "Ich glaube nicht", sagte Verstappen:
Ich versuche immer, das Maximale aus mir herauszuholen. Das gelingt mir sehr gut."
In Imola will er das erneut unter Beweis stellen.
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(SID)

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