Formel 1: Mick Schumacher nach Fehlern bei Haas unter Druck - Teamkollege Kevin Magnussen dominiert in Imola

Mick Schumacher zeigte in Imola erneut Nerven. Zwei Mal drehte er sich und kämpfte nur am Ende des Feldes, während Kevin Magnussen erneut in die Punkte fuhr. In der vergangenen Saison war der 23-Jährige an der Seite von Nikita Mazepin noch die klare Nummer eins. Doch in diesem Jahr hat der Rückkehrer seinen Haas-Teamkollegen bisher voll im Griff. Schumacher spürt den Druck - und muss nun liefern.

Mick Schumacher

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Mick Schumacher erlebte in Imola erneut einen Sonntag zum Vergessen. Schon in Kurve zwei warf der 23 Jahre alte Haas-Pilot sämtliche Chancen auf sein erstes Top-10-Ergebnis in der Formel 1 mit einem Dreher weg.
Während Teamkollege Kevin Magnussen einmal mehr in die Punkte raste, fuhr Schumacher am Ende des Feldes, drehte sich in der 25. Runde nach einem Ausritt auf das nasse Gras ein zweites Mal und kam nur auf Rang 17 ins Ziel.
"Es ist nervig. Ich will in den Punkten sein", sagte ein wortkarger Haas-Pilot nach dem Grand Prix der Emilia-Romagna. Nach vier Rennen in der neuen Saison wartet er immer noch auf die ersten Zähler seiner Formel-1-Karriere. Dabei hatte 2022 für das US-amerikanische Team vielversprechend begonnen.
Nach einer Debütsaison im Niemandsland der Königsklasse stellte Haas dem gebürtigen Schweizer auch in der Emilia-Romagna einen konkurrenzfähigen Boliden zur Verfügung. Das Auto habe das Potenzial gehabt, mit den Top-Fahrern zu kämpfen. "Ich bin nur nicht dazu gekommen", gab Schumacher zu.
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Mick Schumacher

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Schumacher noch ohne Zähler

Schumacher schöpft die Möglichkeiten des Haas bisher nicht aus, ist neben Williams-Pilot Nicholas Latifi der einzige Fahrer mit einem leeren Punktekonto. Wenn auch in Teilen unverschuldet: Beim Saisonauftakt in Bahrain schoss Esteban Ocon den Deutschen in der ersten Runde ab. "Ich denke, es ist auch eine Frage von fehlendem Glück", sagte Schumacher gegenüber der "Bild".
Doch auch in Sakhir war er schon das gesamte Wochenende hinterhergefahren.
Für den Deutschen ein neues Gefühl: Im vergangenen Jahr hielt er seinen damaligen Stallrivalen Nikita Mazepin locker auf Abstand, gewann 19 der 22 Qualifying-Duelle und behielt in 16 Rennen die Oberhand. Doch die Dominanz im teaminternen Duell mit dem Russen erscheint nach vier Läufen der neuen Saison in einem neuen Licht.
Der erfahrene Magnussen fährt in einer anderen Liga.
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Mick Schumacher

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Denn wie auch in den Rennen zuvor, zeigte einzig der dänische Teamkollege in Imola, welches Potenzial in dem Haas steckt. Am Freitag manövrierte er den Boliden auf Rang vier und feierte das beste Qualifying-Resultat in der Geschichte des Rennstalls.
Von Saisonbeginn an zeigte Magnussen seinem Teamkollegen die Grenzen auf. Dreimal drang er bis in die dritte Qualifying-Session vor. Schumacher dagegen blieb der Sprung ins Q3 bisher noch verwehrt.
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Mick Schumacher

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Magnussen führt Schumacher vor

Der 29 Jahre alte Däne hat seinen talentierten Nebenmann bis dato in allen Belangen im Griff und liegt mit 15 Punkten auf Rang zehn in der Fahrerwertung. Mit drei Top-10-Resultaten sorgt er bisher im Alleingang dafür, dass Haas auf Platz acht in der Konstrukteurswertung rangiert.
Auch in Imola konnte Schumacher das gesamte Wochenende über nicht mit der Geschwindigkeit Magnussens Schritt halten – und patzte schließlich nicht zum ersten Mal in dieser Saison folgenschwer: Schon in Saudi-Arabien hatte er die Kontrolle über seinen Boliden verloren und war heftig in der Mauer eingeschlagen.
Nach seinen zwei Drehern in der Emilia Romagna kritisierte der ehemalige F1-Fahrer Ralf Schumacher seinen Neffen gegenüber "Sky": "Insgesamt war es dann doch ein schwächeres Wochenende für ihn."
Im trockenen Sprintrennen war er von zwölf auf zehn nach vorne gefahren. Doch bei schwierigen Bedingungen im Rennen strauchelte Schumacher. "Das Ergebnis im Sprint war toll. Im Rennen waren es aber zu viele Fehler. Das sollte natürlich so in der Form nicht passieren", bemängelte der sechsmalige Rennsieger.
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Schumacher tauscht F1-Boliden in Melbourne gegen Surfbrett

Quelle: Perform

Steiner: "Die Luft wird dünner"

Auch in der vergangenen Saison blieb der Haas-Fahrer alles andere als fehlerfrei. In Budapest war Steiner ihn öffentlich angegangen. "Mick hatte die letzten Rennen größere Unfälle. Dreher sind kein Problem, aber diese Unfälle kosten eine Menge Geld", hatte er ihn nach einem Crash in der ungarischen Hauptstadt angezählt.
In dieser Saison fährt Haas aber um Zähler für die Konstrukteurswertung – und damit um wichtige Prämien für das Team. "Das Mittelfeld ist eng", sagte Steiner vielsagend. Zwar wollte der Südtiroler keinen Druck aufbauen, deutete aber auch an: "Umso höher du kommst, desto dünner wird die Luft."
Doch auch der Ton des 57 Jahre alten Meraners könnte bald rauer werden, wenn Ergebnisse und Zähler weiter ausbleiben.
Die Last auf dem Sohn des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher wächst. Weiterhin ist er der einzige Pilot im Feld, der noch nie einen WM-Punkt einfahren konnte. Inzwischen gehört Schumacher zu den zehn Fahrern mit den meisten Starts ohne einen einzigen Zähler.

Schumacher braucht die Wende

Umso dringender braucht Schumacher nun die schnelle Wende - gerade im Hinblick auf die Stärke des Teamkollegen. Der Welpenschutz der vergangenen Rookie-Saison ist verflogen. Die 'Benchmark Magnussen' legt Schwächen knallhart offen.
Das Rennen in Imola wollte Schumacher allemal schnell hinter sich lassen. "Ich habe auch nicht viel mehr dazu zu sagen", würgte er das Thema bei "Sky" ab und schob nach: "Außer, dass wir nach vorne schauen."
In zwei Wochen steigt die viel erwartete Premiere in Miami. "Ich freue mich auf das Event - hoffentlich mit mehr Leistung", sagte Schumacher, der in Florida erneut sein erstes Top-Ten-Ergebnis in der Formel 1 anstrebt.
Dass sein Haas in diesem Jahr das Potenzial dazu hat, zeigt zumindest Magnussen Woche für Woche.
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Schock und Entwarnung - die Bilder zum Schumacher-Crash

Quelle: SID

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