Großer Preis von Saudi-Arabien: Max Verstappen will sich krönen, Mercedes ist "auf der Jagd"

Max Verstappen kann in Dschidda vorzeitig Formel-1-Weltmeister werden. Dazu muss der Red-Bull-Pilot allerdings 18 Punkte mehr holen als Lewis Hamilton. Keine leichte Aufgabe für den Niederländer, denn der 36-jährige Mercedes-Pilot präsentierte sich zuletzt in Topverfassung. "Der Löwe ist aufgewacht. Lewis ist voll bei der Sache. Brutal und kaltschnäuzig", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Max Verstappen und Lewis Hamilton wollen beide den WM-Titel

Fotocredit: Imago

Friedenstauben zierten die Hose von Lewis Hamilton, als dieser sich bei strahlendem Sonnenschein am Donnerstag an die Arbeit machte. Doch Vorsicht scheint angebracht: Der Formel-1-Rekordweltmeister ist beim Großen Preis von Saudi-Arabien (Sonntag, 18:30 Uhr im Liveticker) keineswegs in humanitärer Mission unterwegs.
Der Veganer Hamilton hat tatsächlich Blut geleckt vor dem vorletzten Saisonrennen. Durch Gala-Vorstellungen in Brasilien und Katar verkürzte der Champion den Rückstand auf Max Verstappen auf acht Zähler, seinen achten Titel kann er wieder aus eigener Kraft gewinnen.
Allerdings: Allein der 24-jährige Verstappen könnte auf dem nagelneuen Kurs in Dschidda Weltmeister werden. Hierzu muss der Red-Bull-Pilot 18 Punkte mehr holen als Hamilton - was angesichts der jüngsten Eindrücke wohl außergewöhnlicher Umstände bedarf.
Hamilton hält schließlich einige Trümpfe. Da ist einerseits seine immense Erfahrung. Seit 2007 fährt er in der Formel 1, in jeder Saison gewann Hamilton mindestens ein Rennen, bereits im elften Jahr kämpft er bis zum Ende um den Titel - siebenmal gewann er ihn, so oft wie sonst nur Michael Schumacher. Der mittlerweile zum Ritter geschlagene Hamilton paart Erfahrung mit Naturtalent und Nervenstärke. In vergangenen WM-Kämpfen habe er noch "schlaflose Nächte" gehabt, räumte er in Dschidda ein. Heute laute sein Motto: "Glaube an dich, auch wenn die Menschen sagen, dass es unmöglich ist."
"Für Max ist das sicher nicht einfach, denn er ist das erste Mal in so einer Situation", meint Nico Rosberg. Der Deutsche war 2016 der letzte, der Hamilton im Titelkampf besiegte - danach trat er zurück, die Akkus waren komplett leer. Rosberg erklärte im Interview mit dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland":

Mercedes läuft zur Höchstform auf

Verstappen scheint diese Gelegenheit verpasst zu haben. Hamilton ist mental wieder obenauf, dazu verfügte er zuletzt über das stärkste Gesamtpaket. Und Mercedes hat für den neuen Hochgeschwindigkeitskurs in Dschidda noch ein Ass im Ärmel: In den Wagen mit der Nummer 44 wird wieder der Motor eingebaut, der Hamilton in Brasilien von ganz hinten zum Sieg verhalf.
Wolff sagte:
Verstappen allerdings ist nicht nur ähnlich talentiert wie Hamilton, sondern auch in seinem Selbstvertrauen unerschütterlich. Und so darf man ihm durchaus abnehmen, wenn er sagt: "Ich bin ganz gelassen." Dass er als relativ junger Fahrer hart gegen einen Serienweltmeister kämpfe, sei "einfach nur gut für den Sport".
(SID)
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Quelle: SID

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