Sebastian Vettel: Hans-Joachim Stuck knöpft sich den Aston-Martin-Pilot vor - "Wo sind wir denn?

Hans-Joachim Stuck hat vor dem finalen Rennen in Abu Dhabi ein Fazit zur Saison von Sebastian Vettel gezogen und sich dabei kritisch über den 34-Jährigen geäußert. "Vettel hat im Aston Martin in dieser Saison ein paar Highlights gesetzt, aber ansonsten muss ich sagen, dass ich persönlich ein wenig enttäuscht bin - da war nicht viel Besonderes dabei", erklärte Stuck exklusiv bei Eurosport.de.

Sebatian Vettel - Aston Martin

Fotocredit: Getty Images

Sebastian Vettel rangiert gegenwärtig in der WM-Wertung mit 43 Punkten auf Platz 12. Seinen einzigen Podestplatz in der laufenden Saison, die am kommenden Sonntag in Abu Dhabi (14:00 Uhr im Liveticker) ihr großes Finale erlebt, holte der Aston-Martin-Pilot beim Großen Preis von Aserbaidschan in Baku, als er hinter Sergio Pérez (Red Bull) überraschend auf Rang zwei landete.
Beim Großen Preis von Saudi-Arabien am Sonntag musste der Heppenheimer seinen Bolliden nach mehreren Kollissionen vorzeitig abstellen und ging damit leer aus.
Viel mehr als an seinen sportlichen Leistungen stört sich Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck jedoch an den Aktionen des viermaligen Weltmeisters außerhalb des Cockpits.
"Gerade bei solchen Aktionen wie in Zandvoort, als er einem Streckenposten den Feuerlöscher weggenommen hat, muss ich sagen, dass man so etwas nicht macht. Auch bei seinen Aussagen, dass er für ein Tempolimit auf der Autobahn ist, bin ich der Meinung, dass man ihm seinen Dienstwagen wegnehmen sollte - wo sind wir denn? Das geht einfach nicht", wetterte der 70-Jährige im Exklusiv-Interview bei Eurosport.de.

Stuck adelt Mick Schumacher: "Sehr gute Bewerbung für die Zukunft"

Nichtsdestotrotz hatte Stuck auch lobende Worte für Vettel und dessen Team Aston Martin parat.
"Sportlich gesehen kann er ohne Frage mithalten. Es gibt bei Vettel immer wieder Schwankungen, was allerdings auch an seinem Team liegt. Aus Sicht von Aston Martin ist die Saison insgesamt allerdings gut gelaufen - das macht Lust auf die Zukunft", so Stuck weiter.
Ein durchweg positives Zeugnis stellte der ehemalige Formel-1-Pilot dagegen Rookie Mick Schumacher aus. "Mick zahlt im Haas aktuell sein Lehrgeld. Was ich allerdings toll finde, ist, dass er Nikita Mazepin, mit dem er sich effektiv messen kann, im Griff hat - das ist wichtig. Dass er in seinem ersten Jahr auch mal abfliegt, ist völlig normal. Das muss er lernen, sonst weiß er nicht, wo das Limit ist", schwärmte Stuck vom 22-Jährige und führte weiter aus:
"Insgesamt lautet mein Fazit: 'Mick Schumacher: Aufgabe erfüllt.' Er hat eine sehr gute Bewerbung abgegeben für das nächste Jahr und die Zukunft - das war einwandfrei."
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Quelle: SID

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