Auch wenn sich beide Seiten mehr oder minder zueinander bekannt haben: Die offizielle Bestätigung einer Vertragsverlängerung zwischen Lewis Hamilton und Mercedes lässt - nur etwas mehr als einen Monat vor Beginn der Wintertests - weiter auf sich warten. Ralf Schumacher kann dies nicht verstehen kann.
Er wisse nicht, woran es liegt, hoffe aber, dass es nicht allein ums Geld gehe, wie oft gemutmaßt werde. Denn aus Schumachers Sicht sollte auch jemand wie Lewis Hamilton - "mit seiner humanitären Ader" - verstehen, dass man in Zeiten wie diesen zurückstecken und "sich selbst mal einen Ruck geben" müsse. So der ehemalige F1-Fahrer bei "Sky Sport".
"Weil eines ist auch klar", sagte der sechsmalige Grand-Prix-Sieger weiter, "die Formel 1 ist stärker als jedes Individuum. Und wir haben gesehen, George Russell setzt sich in das Auto rein und kann auch vorne fahren." Damit erinnert Schumacher an Russells unplanmäßigen Einsatz im Weltmeister-Mercedes beim Grand Prix von Sachir.
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"Er hätte das Rennen wahrscheinlich auch gewonnen. Das Risiko darf Lewis auch nicht vergessen", mahnte der Deutsche. "Aber natürlich, er ist ein wichtiger Mann für die Formel 1 und ich würde mich freuen, wenn die Saga endlich vorbei wäre und wir mal was hören von Mercedes." Zuletzt war von einer zeitnahen Verkündung die Rede.
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Hill: Hamilton will Veto bezüglich Teamkollege

Gleichzeitig betonte Teamchef Toto Wolff: "Wir wollen uns aber nicht unter Druck bringen lassen, sondern es muss ein vernünftiges Agreement sein." Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass bis zu den Wintertests alles "in trockenen Tüchern" sei.
Indes tauchen immer wieder neue Spekulationen darüber auf, welche Vertragsdetails die Unterzeichnung derart hinauszögern. So schrieb Formel-1-Experte Damon Hill auf Twitter, dass Hamilton Gerüchten zufolge kurz davorsteht, einen neuen Zweijahresvertrag zu unterzeichnen - mit einem Veto bezüglich seines Teamkollegen.
Für 2021 wird das, wie die vergangenen vier Jahre auch, Valtteri Bottas sein, der Hamilton im Kampf um den Titel bis dato nie wirklich gefährlich werden konnte. Allerdings hat der Finne nur einen Einjahresvertrag erhalten, 2022 wäre also offen.
Hill, 1996 selbst Formel-1-Weltmeister mit Williams und heute gefragter TV-Experte, befürwortet die Teamkollegen-Klausel. "Ich würde das gleiche tun", schrieb er und witzelte, dass er eigentlich am liebsten gar keinen Teamkollegen hätte.
Hamilton selbst deutete im Interview mit der "Gazzetta dello Sport" jüngst eine Vertragsverlängerung an, als er darüber sprach, sich "zusammen mit der unglaublichen Gruppe von Leuten, mit denen ich bisher gearbeitet habe", 2021 auf das Ziel konzentrieren zu wollen, seinen achten Weltmeistertitel in der Formel 1 zu erringen.
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(Motorsport-Total.com)

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