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Hans-Joachim Stuck kritisiert Max Verstappen für Teamorder-Eklat in Brasilien: "Bernie hätte ihn rausgeworfen"
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Publiziert 22/12/2022 um 14:02 GMT+1 Uhr
Hans-Joachim Stuck hat im Interview mit Eurosport.de auf das Rennen in Brasilien zurückgeblickt und Max Verstappen kritisiert. Der Weltmeister hatte kurz vor Schluss eine Teamorder verweigert und Sergio Pérez nicht überholen lassen. Motorsport-Legende Stuck spricht dazu Klartext: "Das war ein eindeutiger Fehler." Der 71-Jährige berichtet zudem von einem Telefonat mit Bernie Ecclestone kurz darauf.
Max Verstappen
Fotocredit: Getty Images
Wenige Runden vor dem Ende des Grand Prix' in Interlagos hatte Renningenieur Gianpiero Lambiase den Niederländer angefunkt: "Max, lass Checo bitte vorbei." Während der 25-Jährige schon seit dem Wochenende in Japan als Titelverteidiger festgestanden hatte, kämpfte Teamkollege Pérez in Südamerika noch mit Charles Leclerc um die Vizeweltmeisterschaft.
Doch Verstappen verweigerte die Bitte der Red-Bull-Crew und rauschte als Sechster vor dem Mexikaner über die Ziellinie. "Max, was ist passiert?", fragte ein irritierter Lambiase über den Boxenfunk.
Verstappen entgegnete nur patzig: "Ich habe es euch schon beim letzten Mal gesagt: Fragt mich das nicht noch einmal, okay? Ist das klar?" Für Verstappen hatte es nach seinem Ego-Trip in Brasilien scharfe Kritik gehagelt.
Motorsport-Legende Stuck wurde nun im Interview mit Eurosport.de ebenfalls deutlich. "Aus meiner Sicht hatte das mit mangelnder Disziplin zu tun", sagte der Garmisch-Partenkirchener, der die Bedeutung des Rennstalls in den Vordergrund stellte: "Das erste Gebot in der Formel 1 ist es, den Anweisungen des Teams bedingungslos Folge zu leisten, denn die Fahrer haben einen Vertrag unterzeichnet."
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Max Verstappen und Sergio Pérez
Fotocredit: Getty Images
Stuck berichtet von Telefonat mit Ecclestone
Der frühere Formel-1-Pilot, der zwischen 1974 und 1979 mehr als 70 Mal in der Königsklasse an den Start ging, berichtet in dem Zusammenhang auch von einem Telefonat mit seinem ehemaligen Brabham-Teamchef Bernie Ecclestone kurz nach dem Vorfall in Brasilien.
"Er war da sehr deutlich", erinnert sich Stuck an das Gespräch mit dem einstigen Formel-1-Boss: "Wenn sich einer seiner Fahrer nicht an eine solche Anweisung gehalten hätte, hätte Bernie ihn rausgeworfen."
Auch Stuck hätte Verstappen gegenüber als Teamchef eine Strafe ausgesprochen. Red Bulls F1-Chef Christian Horner hatte dagegen schon in Südamerika beschwichtigt: "Wir besprechen so etwas intern. Die Fahrer haben auch darüber gesprochen."
Stuck adelt den Fahrer Verstappen: "Lichtgestalt"
Eine Woche später beteuerte Red Bull, die Wogen seien geglättet. Dennoch verpasste Pérez Rang zwei in der Fahrerwertung beim letzten Rennen in Abu Dhabi.
Während Pérez sich Leclerc auf dem Yas Marina Circuit geschlagen geben musste, baute Max Verstappen mit dem Triumph in den Emiraten seine Bestmarke auf 15 Saisonsiege aus. Fahrerisch, so Stuck, sei der Weltmeister ohnehin über alle Zweifel erhaben.
Stuck adelte den Red-Bull-Piloten als "Lichtgestalt" in der Königsklasse des Motorsports: "Verstappen steht von seinen Leistungen eine Stufe über allen anderen. Man muss den Hut vor ihm ziehen."
Ob sich der Doppelweltmeister in der kommenden Saison dennoch weiterhin auf die Unterstützung seines Teamkollegen verlassen kann, ist fraglich. Vor dem Vorfall in Brasilien galten die Red-Bull-Teamkollegen als Traumduo in der F1. "Dieses Gefüge ist nun sicherlich ein bisschen gestört", erwartet Stuck.
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Quelle: SID
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