"Dafür ist genug Zeit erforderlich. Und wenn ein Rennen auf das andere folgt, dann will man sich nicht mit Vertragsgesprächen ablenken", erklärt der Teamchef. Unter anderem die "Pause" zwischen Mugello und Sotschi wolle man deshalb nutzen. "Da arbeiten wir auf ein zufriedenstellendes Ergebnis hin. Ich weiß aber nicht, wann wir etwas bekanntgeben werden", so Wolff.
Bei Mercedes möchte man nichts überstürzen. Trotzdem ist es laut Toto Wolff "ein Muss", bis zum Saisonende eine Einigung zu erzielen. "Wir wollen schließlich Sicherheit haben, wie wir nächstes Jahr Rennen fahren", erklärt der Österreicher und verrät: "Wir haben den Vertrag drei Jahre lang nicht angeschaut, haben ihn nie aus der Schublade geholt."

Lewis Hamilton trug in Mugello vor und nach dem Rennen ein T-Shirt mit einem Statement gegen Polizeigewalt

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Wolff macht sich "keinen großen Stress"

"Manchmal verändern sich Situationen, die Umwelt verändert sich. Jetzt ist es an der Zeit, über den nächsten Stint zu sprechen, über den nächsten Abschnitt der Reise, die wir gemeinsam absolvieren wollen. Darüber diskutieren wir", so Wolff, der im Hinblick auf Hamilton bei 'Sky' verrät: "Wir liegen emotional auf einer Wellenlänge und sind Freunde geworden."
"Wir schauen, was macht der andere. Und ich denke, er weiß, dass er hier ein großartiges Team hat, selbst wenn ich nicht mehr hier dabei sein sollte. Wenn andererseits er gehen würde, dann würden wir den besten Fahrer verlieren. Das Team aber würde weitermachen und versuchen, jemanden zu finden, der ihm nahe kommt", stellt Wolff auch klar.
"Aber wir haben da beide keinen großen Stress. Auch wenn es von außen ein bisschen komisch aussieht", so Wolff. Hamilton selbst erklärt: "Ich darf mich glücklich schätzen, meine letzten zwei oder drei Verträge [selbst] verhandelt zu haben. Jedes Mal lernst du durch den gesamten Prozess etwas dazu. Und ich bin niemand, der einfach immer weiter das gleiche will."

Lewis Hamilton (Mercedes) - GP Tuscany 2020

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Hamilton: Unterschrift nur eine Frage der Zeit

"Man wächst als Team zusammen und muss daher auch sicherstellen, dass sich unsere Werte im Gleichklang befinden, unsere Ziele und Wünsche. Man schaut also, wie man noch mehr daraus machen kann - mehr aus der Performance mit Sponsoren, Performance auf der Strecke, im Zusammenspiel mit den Ingenieuren, im Simulator. Viele Dinge.", so Hamilton.
"Sobald diese kleinen Details erst einmal aussortiert sind, dann kommen die großen Fragen. Toto und ich kennen uns. Es ist nicht unser erstes Rodeo zusammen. Es ist eine angenehme Erfahrung, aber wir beide sind definitiv happy, wenn alles erledigt ist und wir darauf anstoßen können", so Hamilton, für den es der letzte große Vertrag in seiner Karriere sein könnte.
Im kommenden Januar wird der Weltmeister bereits 36. "Ich jedenfalls werde sicherstellen, einen Tequila zur Hand zu haben, damit ich [Toto] hinterher zur Entspannung einen anbieten kann. Vielleicht sollte ich das sogar vorher machen", lacht er. Ohnehin haben beide Seiten nie Zweifel daran aufkommen lassen, dass man zusammen weitermachen möchte. Es ist lediglich eine Frage der Zeit.
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