Wolff selbst erinnerte sich im Gespräch mit "The Times": "Wir trafen uns im Dezember widerwillig auf der Weihnachtsfeier in meinem Haus in Oxfordshire."
Wenige Tage zuvor fixierte Rosberg in Abu Dhabi dank eines dramatisch erkämpften zweiten Platzes den WM-Titel. Zum Ärgernis von Hamilton, der sich im Saisonfinale mehrmals den Anweisungen seines Teams widersetzte - und damit das Verhältnis zu Wolff strapazierte.
"Ich sagte, dass wir uns entscheiden müssen, ob wir zusammenarbeiten wollen oder nicht", berichtete Wolff, der Hamilton sagte: "Du willst als Fahrer gewinnen, ich will als Team gewinnen. Manchmal werden unsere unterschiedlichen Agenden zu Konflikten führen."
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"Wir müssen entschieden, ob wir mit dieser Situation umgehen können", sagte er damals zu seinem Fahrer und zog einen Vergleich zur Ehe mit seiner Frau Susie. Auch mit dieser gebe es manchmal Meinungsverschiedenheiten, an eine Scheidung denke er aber nie.

Wolff wollte keine "Scheidung": Hamilton prägt eine Ära

Und Hamilton habe er damals gesagt, dass er auch von ihm keine "Scheidung" wolle. Wolff erklärte dem heutigen Rekordweltmeister: "Du bist der beste Fahrer. Ich will dich in unserem Auto, und wir wollen dir das beste Auto hinstellen."
Der Österreicher verriet, dass er vor diesem Gespräch keine gute Beziehung zu Hamilton gehabt habe. "Nach vier oder fünf Stunden in der Küche fanden wir uns auf einem ganz anderen Level wieder", erinnert sich der Teamchef.
"Eine rein geschäftliche Beziehung war zu einer persönlichen geworden. Er ist ein Freund. Das heißt nicht, dass wir uns nicht mehr streiten. Aber jetzt ist der Erfolg von Lewis der des Teams und der des Teams ist der von Lewis", erklärte Wolff.
Die Aussprache sollte sich auszahlen: Ab 2017 gewann Hamilton viermal in Serie den WM-Titel, dazu prägten der Brite und Wolff mit acht Mercedes-Titeln in der Konstrukteurs-WM in Folge seit 2014 die erfolgreichste Ära in der Geschichte der Formel 1.
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