Michael Schumacher glaubt, dass der Sprung vom Formel-2-Boliden in den Formel-1-Renner vor allem physisch herausfordernd wird.
Körperlich werde er den Fokus "noch mehr auf den Nacken" legen, schilderte er nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi, wo er seinen ersten Einsatz in einem Freien Training absolviert hatte.
Die Nackenmuskulatur sei "der einzige Punkt", der in der kommenden Saison deutlich "mehr angesprochen" wird. Sein Training wird er in der Winterpause dahingehend umstellen. Mit welcher Zielsetzung wird er seine erste Saison als Formel-1-Stammfahrer in Angriff nehmen?
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"Mein größtes Ziel ist natürlich, mich als Fahrer weiterzuentwickeln und mein Bestes zu geben. Aber auch mit dem Team zusammen zu arbeiten, sodass wir sagen können, dass wir bis Ende des Jahres eine kleine Familie sind. Das ist wirklich, was ich erreichen möchte", schilderte der Deutsche.

Schumacher hofft auf "Schritt nach vorne" bei Haas

Welches Resultat dabei am Ende des Jahres herauskommt, ist für ihn zweitrangig. Schumacher weiß, dass er von einem der stärksten Formel-2-Teams in eines der schwächsten Formel-1-Teams umsteigt. Haas konnte in der Saison 2020 kaum überzeugen und kam auf insgesamt nur drei WM-Punkte.
Dennoch zeigte sich Schumacher "zuversichtlich", dass die US-Truppe "einen Schritt nach vorne machen" kann im kommenden Jahr. Um das Team wieder zurück auf die Erfolgsspur zu bringen, hat Ferrari unter anderem Simone Resta als leitenden Techniker ins Team transferiert und in Maranello ein eigenes Haas-Zentrum installiert.
Schumacher betonte, dass die Erwartungen immer davon abhängen, welche Ziele man sich stecke. "Wenn wir sagen, Q2 ist unser Ziel, was womöglich schwierig zu erreichen sein wird, dann fühlt es sich wie ein Sieg an, wenn wir es tatsächlich erreichen", nannte er ein Beispiel.
Es gehe darum, seine Ziele zu verstehen und an die Realität anzupassen. "Wenn man es dann schafft, ist man natürlich glücklich. Wenn man hinter den eigenen Erwartungen bleibt, muss man härter arbeiten. Im nächsten Jahr wird es darum gehen, unsere Erwartungen zu managen und in allen Belangen offen zu sein."

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Schumacher mit Auszeit über den Jahreswechsel: "Das braucht jeder"

Bevor sein großes Abenteuer aber beginnt, gönnt sich Schumacher zu Hause in der Schweiz eine kurze Auszeit über Weihnachten und Neujahr. "Das braucht jeder nach diesem verrückten Jahr. Es war so viel los, daher wird jetzt jeder diese paar freien Tage genießen."
Aber auch in der vermeintlich ruhigen Zeit zwischen den Jahren werden sich seine Gedanken rund um das Rennfahren drehen, verriet er. "Ich werde mich sicherlich mit dem Team kurzschließen, um fürs neue Jahr alles zu besprechen."
Aufgrund der Corona-Einschränkungen konnte er bislang die Fabrik des Teams noch nicht besuchen. "Sollte es die Covid-Situation zulassen, werde ich bald wieder mehr reisen. Aber vorerst bleibe ich jetzt erst einmal zu Hause."
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