Denn nachdem der neue Formel-1-Boss Stefano Domenicali zuletzt erwähnte, das er das im neuen Concorde-Agreement verankerte Antrittsgeld unter gewissen Umständen aussetzen könnte, meldete sich MIM-Geschäftsführer Salvatore Gandolfo zu Wort und schloß einen Einstieg in die Königsklasse weiterhin nicht aus.
Welche Umstände zu einer Aussetzung des Antrittsgeldes führen würden, erläuterte Domenicali zwar nicht, doch er bestätigte, dass es trotz der jüngsten Entwicklungen Interesse von neuen Teams gibt.
Eines davon ist das "Monaco F1 Racing Team Project" rund um Gandolfo. "Wir glauben, dass die jüngsten Aussagen des neuen Formel-1-Bosses Stefano Domenicali, die eine mögliche Aussetzung des 200-Millionen-Antrittsgeldes nahelegen, einen Schritt in die richtige Richtung darstellen", sagte er.
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"Wir schätzen die offene Einstellung von Stefano und der FIA und sind bereit, die notwendigen Schritte zu machen, um unsere Bewerbung zum Abschluss zu bringen."

Auch Panthera begrüßt Domenicalis Aussagen

Das Team hatte 2019 bereits Ex-Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein und IndyCar-Pilot Alex Palou als mögliche Fahrer genannt. Gandolfo plante den Einstieg damals zusammen mit dem kürzlich verstorbenen Teamchef Adrian Campos.
Ein weiterer Name, der immer wieder mit einem Formel-1-Einstieg in Verbindung gebracht wird, ist Panthera. Auch bei diesem Projekt hat man die Aussagen Domenicalis mit Interesse verfolgt: "Wir begrüßen Stefanos Aussagen", sagte Mitbegründer Benjamin Durand gegenüber "RaceFans".
"Aber wir müssen verstehen, unter welchen Umständen die Zahlung ausgesetzt werden könnte. Wir untersuchen derzeit andere Optionen, inklusive einem Investment in bestehende Teams. Dies könnte das aber ändern", so Durand.

Domenicali: Großes Interesse von Herstellern

Domenicali bestätigte zudem "großes Interesse" von Herstellern, die die Zukunft der Formel 1 verstehen möchten. "Und wir bekommen neue Anfragen von Teams und anderen Organisationen, die schauen wollen, ob es eine Möglichkeit gibt, in die Formel 1 zu investieren. Das ist ein Zeichen, dass unsere Grundlagen und Ideen gut für eine positive Formel-1-Zukunft sind."
Allerdings gibt der Italiener auch zu, dass der Einstieg eines neuen Teams in den kommenden zwei bis drei Jahren unwahrscheinlich ist. Die Formel 1 hatte 2019 betont, keine ernsthaften Gespräche mit neuen Teams zu führen - trotz des offensiv angekündigten Interesses der MIM-Gruppe.
Das bisher letzte neue Formel-1-Team war Haas, die 2016 in die Königsklasse eingestiegen waren.
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