Nyck de Vries nach Rauswurf von Helmut Marko kritisiert: "Ein netter Kerl, aber der Speed war nicht da"

Am Dienstag setzte das Formel-1-Team AlphaTauri seinen Piloten Nyck de Vries vor die Tür und ersetzte ihn durch Daniel Ricciardo. Helmut Marko, Sportchef bei AlphaTauri-Mutterschiff Red Bull, fand tags darauf deutliche Worte und begründete den Rauswurf des Niederländers in einem Interview mit "De Telegraaf". De Vries sei zwar ein netter Kerl, aber schlicht zu langsam für die Formel 1.

Nyck de Vries (r.) fährt nicht länger für AlphaTauri

Fotocredit: Imago

"Wir mussten etwas tun. Warum sollten wir warten, und was machen zwei Rennen für einen Unterschied, wenn man keinerlei Verbesserungen sieht", sagte Marko und ergänzte: "Nyck ist ein netter Kerl, aber der Speed war einfach nicht da."
Red Bulls Juniorenteam AlphaTauri habe viel Potenzial in de Vries ausgemacht, vor allem seine starke Leistung in der Vorsaison beim Grand Prix von Italien habe den Ausschlag für die Verpflichtung gegeben, so Marko. Damals hatte de Vries das Williams-Cockpit für Alexander Albon übernommen, der aufgrund einer Blinddarm-Operation passen musste. Der Niederländer fuhr in Monza auf einen beeindruckenden neunten Platz.
"Wir haben erwartet, dass er dieses Jahr auf der Höhe seines Teamkollegen Yuki Tsunoda ist, aber das war nicht der Fall", erklräte Marko mit Blick auf die enttäuschenden Leistungen des 28-Jährigen. Der Österreicher weiter: "Er war eigentlich immer drei Zehntel langsamer. Wir haben keinen Fortschritt erkannt."
Sein bestes Ergebnis hatte de Vries beim Grand-Prix von Monaco (Platz 12) eingefahren.

Ricciardo ersetzt de Vries

Als Nachfolger de-Vries-Nachfolger stellte AlphaTauri für die restliche Saison Daniel Ricciardo ein. "Hätte Ricciardo nicht den Speed gehabt, hätten wir etwas anderes in Betracht gezogen. Aber AlphaTauri ist in keiner guten Position und Letzter in der Konstrukteurs-WM, wir mussten also etwas tun, um etwas zu ändern", sagte Marko.
Beim Australier, von dem sich Marko "neue Energie" erhofft, müsse man im internen Rennstall-Duell mit Tsunoda dennoch abwarten. "Ich denke, Yuki wird von vielen unterschätzt. Der AlphaTauri ist nicht leicht zu fahren, aber Yuki hat gezeigt, dass es möglich ist, damit gute Ergebnisse damit einzufahren", so Marko abschließend.
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