Doch Teamchef Toto Wolff erklärt, dass der große Regelumbruch 2022 Mercedes sogar helfen werde.
Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärt der Österreicher den Hintergrund: "Es ist schwierig, ein Team, das so viel Erfolg hat, jedes Jahr wieder zu motivieren, noch besser zu sein. Das sieht man auch in anderen Sportarten. Man muss sich immer wieder fragen, welch neues Ziel es gibt."
"Die Antwort ist einfach: die nächste Reglementsänderung. Sie hilft enorm", so Wolff, der erklärt: "Weil wir über die Änderungen hinweg beweisen wollen, dass man uns nicht bremsen kann. Es ist uns seit 2014 gelungen, trotz aller Regeländerungen in den Jahren 2017 und 2019 weiter um Titel zu fahren und sie zu gewinnen."
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Mercedes ist das erste Team in der Geschichte des Sports, das sieben Konstrukteurs-WM-Titel in Serie einfahren konnte. Selbst Ferrari brachte es auf dem Höhepunkt der Schumacher-Ära "nur" auf sechs Titel in Folge zwischen 1999 und 2004. Daher gefällt es Wolff laut eigener Aussage, vor neue Herausforderungen gestellt zu werden.
"Für dieses Jahr gab es wieder eine Änderung [des Reglements] mit dem Ziel, die Rangordnung zu verändern", sagt Wolff im Hinblick auf die neuen Unterbodenregeln in diesem Jahr. "Sie haben uns absolut und vor allem relativ zu anderen Teams viel Performance gekostet", erinnert der Österreicher.

Mercedes fühlt sich durch Regeln eingebremst

Sowohl Mercedes als auch Aston Martin sind der Ansicht, dass sie durch die neuen Regeln in diesem Jahr bewusst eingebremst werden sollten. Laut Wolff habe Mercedes dadurch "etwa fünf oder sogar mehr Zehntelsekunden pro Runde" gegenüber einigen Teams mit einer anderen Philosophie verloren.
"Das ist ein Fakt", so Wolff, der aber auch verrät: "Ich verstehe, dass der Rechteinhaber der Formel 1 immer ein Interesse hat, eine möglichst umkämpfte Meisterschaft zu bieten. Es ist für niemanden gut, dass dasselbe Team mit demselben Fahrer jahrelang dominiert. Die Formel 1 braucht wie jeder Spitzensport Variabilität und Unvorhersehbarkeit."
"Es wäre am besten, wenn die WM im letzten Rennen mit einem Punkt Unterschied entschieden wird. Wir nehmen diesen Versuch, uns einzubremsen, sportlich", so Wolff, der erklärt: "Wir müssen jetzt das Beste daraus machen. In gewisser Weise haben wir es gebraucht, um neue Ziele setzen zu können."
Mit dieser Einstellung geht man auch das neue Reglement 2022 an.
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(SID)

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