Valtteri Bottas kritisiert FIA wegen Verbot von politischen Botschaften: "Wollen uns kontrollieren"

Valtteri Bottas hat die FIA dafür kritisiert, dass der Weltverband politische Botschaften ohne Genehmigung von der kommenden Saison an verbietet. "Ich verstehe nicht, warum sie uns kontrollieren wollen", sagte der zweimalige Vizeweltmeister in der schwedischen Zeitung "Expressen". In den vergangenen Jahren hatten vor allen Dingen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton regelmäßig Statements gesetzt.

Lewis Hamilton und Valtteri Bottas

Fotocredit: Eurosport

Vettel hatte sich im Juni in Kanada mit einem T-Shirt für den Umweltschutz stark gemacht und den Abbau von Ölsand in der Provinz Alberta kritisiert. 2021 trug er beim Großen Preis von Budapest in Ungarn ein Shirt mit der Aufschrift "Same Love".
Rekordweltmeister Hamilton setzte in der Vergangenheit immer wieder klare Botschaften gegen Rassismus. "Ich denke, die Formel 1 hat gute Arbeit geleistet, um die Aufmerksamkeit auf einige dieser Themen zu lenken, und viele Fahrer haben ihre Stimme erhoben", stellte Bottas im "Expressen" heraus.
Zwar lege der Finne selbst den Fokus lieber auf die Strecke, aber "die Politik ist auch Teil der heutigen Gesellschaft", so der frühere Mercedes-Teamkollege von Hamilton. Daher kritisierte er den Maulkorb der FIA für die Piloten. "Ich denke, wir sollten das Recht haben, über das zu sprechen, was wir wollen", forderte Bottas ein.
Im Dezember hatte der Weltverband seine Regularien deutlich verschärft und künftig untersagt, "politische, religiöse und persönliche Positionen oder Kommentare abzugeben und zu zeigen, die den neutralen Grundsätzen der FIA widersprechen" – es sei denn, es bestünde eine schriftliche Erlaubnis der Offiziellen.

Bottas deutet an: "Wir werden sehen"

Auch Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck hatte die Entscheidung im exklusiven Interview mit Eurosport.de im vergangenen Monat kritisiert.
"Ich finde das überhaupt nicht gut", machte der Garmisch-Partenkirchener im Dezember deutlich: "Alle Fahrer sind Persönlichkeiten, die ihr Leben einsetzen, um erfolgreich zu sein. Warum sollten die kein Recht auf eine freie Meinungsäußerung haben?"
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Piloten um Rekordchampion Hamilton im kommenden Jahr auf Konfrontationskurs gehen. Bottas deutete der schwedischen Zeitung gegenüber zumindest an: "Wir werden sehen, was passiert."
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Quelle: SID

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