Abt (27) hatte das Rennen der "Race at Home Challenge" am vergangenen Samstag nicht selbst bestritten, sondern ließ seinen Boliden von Sim-Racer Lorenz Hörzing (Österreich) über den virtuellen Kurs in Berlin-Tempelhof pilotieren. Der Kemptener wurde anschließend von der Formel E überführt und disqualifiziert, er verliert zudem alle bislang errungenen Meisterschaftspunkte der Challenge und muss 10.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation spenden.

Audi suspendierte daraufhin Abt, der seit dem Start der Formel E 2014 jedes Rennen der Serie bestritten und bisher zwei Siege geholt hat. Aller Voraussicht nach wird er nie wieder für den Hersteller starten. Der Rauswurf sei "ein Schmerz, den ich in dieser Form noch nie in meinem Leben erfahren habe", so Abt. Dass er drei Jahre Audi-Werksfahrer war, sei "eine absolute Ehre" gewesen.

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"Ich kann mich nur von ganzem Herzen bei meiner Familie, meinen Freunden, bei Audi, meinen Partnern, der Formel E, Unicef und natürlich auch bei allen Fans entschuldigen. Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen." Abt betonte, dass es ihm bei der Teilnahme nie um Ergebnisse gegangen sei. "Es war mir nicht wichtig. Das war nicht der Grund, das zu machen." Entertainment sei das Ziel gewesen, "wir haben versucht, eine gute Show zu liefern."

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Abt wollte "eine lustige Aktion" kreieren

Bei der Vorbereitung sei die Idee aufgekommen, "dass es doch eine lustige Aktion sein könnte, wenn ein Sim-Racer quasi für mich fährt, den anderen realen Fahrern vielleicht auch ein bisschen zeigt, was er drauf hat", so Abt. Der Plan: "Eine lustige Story für die Fans kreieren."

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"Integrität, Transparenz und die dauerhafte Einhaltung gegebener Regeln haben für Audi höchste Priorität", hatte Audi am Dienstag im Rahmen der Suspendierung mitgeteilt. Abt hatte Verdacht erregt, weil seine Videokamera während eines Interviews ausgeschaltet war, später war das Gesicht des Piloten von einem Gegenstand verdeckt.

Abt bzw. Hörzing beendete das Rennen auf Rang drei, den "erbte" nach der Disqualifikation der ehemalige Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein (Worndorf). Die Erlöse der "Race at Home Challenge" kommen dem Kinderhilfswerk Unicef zugute.

(SID)

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