Formel E: Lucas di Grassi triumphiert in Paris

Lucas di Grassi (Abt) hat beim Formel-E-Rennen in Paris einen souveränen Sieg gefeiert und einen weiteren Schritt in Richtung Titel gemacht. Der Brasilianer siegte im Herzen von Paris relativ ungefährdet vor Lokalmatador Jean-Eric Vergne (DS Virgin) und dem Gesamt-Zweiten Sebastien Buemi (Renault e.dams), der von Startplatz acht Schadensbegrenzung betrieb und auf Rang drei landete.

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Di Grassi war dabei nie in Gefahr, das Rennen zu verlieren. Schon am Start schob sich der Abt-Pilot an Pole-Mann Sam Bird vorbei und konnte in Folge zusehen, wie die Konkurrenz im Rückspiegel kleiner wurde. Beim Boxenstopp hatte di Grassi bereits gute sieben Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz um die beiden DS Virgin und die beiden Renault e.dams. Auch danach war der Brasilianer nicht mehr einzuholen, bis vier Runden vor Schluss das Safety-Car herauskam und den Stand bis zum Ziel einfror.

Bird von der Pole auf Rang sechs

Action boten dahinter zumindest die Verfolger in der Meisterschaft, Sam Bird und Sebastien Buemi. Polesetter Bird wurde am Start auch noch von Teamkollege Vergne mit einem ruppigen Manöver überholt und heftete sich danach an die Fersen des Franzosen. Mehrfach probierte der Brite einen Angriff, doch trotz deutlicher Feindberührung fand er keinen Weg am Lokalmatadoren vorbei. In Runde 40 von 45 verbremste sich Bird zudem noch und fiel auf Rang sechs zurück.
Davon profitierte auch der Meisterschafts-Zweite Sebastien Buemi, der nach einem schwachen Qualifying nur von Rang acht aus ins Rennen ging. Doch stetig überholte der Schweizer Konkurrent um Konkurrent und fand sich zum Zeitpunkt der Autowechsel bereits vor Teamkollege Nicolas Prost auf Rang vier wieder. Durch den Fehler von Sam Bird rückte er noch einen weiteren Platz nach vorn und hat mit Rang drei nun elf Zähler Rückstand auf di Grassi.

Rennen für Duval und Ma vorzeitig beendet

Abgesehen von den mutigen Attacken verlief das Rennen relativ ereignislos. Loic Duval (Dragon) blieb bereits nach sechs Runden mit einem Problem stehen, und Neuling Qing-Hua Ma (Aguri) sorgte für das vorzeitige Rennende, als er vier Runden vor dem Ende in die Mauer fuhr und das Safety-Car nötig machte. Doch der Chinese zeigte auch, dass er fahren kann und führte in der Anfangsphase gute Manöver gegen Mike Conway (Venturi) und Simona de Silvestro (Andretti) durch.
Doch mit dem Safety-Car, das er auslöste, war die Rennaction vorbei und di Grassi fuhr als Sieger über den Zielstrich. Hinter Vergne und Buemi landeten Nicolas Prost (Renault e.dams) und Stephane Sarrazin (Venturi) auf den Rängen vier und fünf. Sam Bird wurde nach seinem Fehler noch Sechster vor Robin Frijns (Andretti) und Antonio Felix da Costa (Aguri). Bruno Senna (Mahindra) und Daniel Abt (Abt) komplettierten die Top 10, konnten ihren Energievorteil durch einen späten Stopp mit dem Safety-Car nicht mehr ausspielen
Auch für Nick Heidfeld gab es nach seinem Unfall im Qualifying kein Happy End. Der Mönchengladbacher wurde in seinem Mahindra hinter Jerome D'Ambrosio (Dragon) Zwölfter, konnte sich aber immerhin mit zwei Zählern für die schnellste Rennrunde trösten. Oliver Turvey (NextEV), Conway, de Silvestro und Nelson Piquet jun. (NextEV) komplettierten das Feld der Klassierten.
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