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HSV patzt im Aufstiegsrennen und verpasst Sieg gegen den VfL Osnabrück
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Publiziert 16/06/2020 um 20:24 GMT+2 Uhr
Der Hamburger SV hat im Aufstiegskampf einen Rückschlag hinnehmen müssen. Am 32. Spieltag der 2. Bundesliga kam das Team von Dieter Hecking gegen den VfL Osnabrück nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Martin Harnik hatte den HSV in der 35. Minute in Führung gebracht, die Moritz Heyer für die Gäste ausgleichen konnte (57.). Durch das Remis des HSV steigt Arminia Bielefeld in die Bundesliga auf.
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So lief das Spiel:
Der Hamburger SV kam gut ins Spiel und erarbeitete sich durch David Kinsombi (7.) und Sony Kittel (8.) schnell zwei gute Möglichkeiten. Kinsombi scheiterte erst an Phillip Kühn, Kittel vertändelte den Ball frei vor dem Torhüter des VfL Osnabrück und nahm sich so selbst die große Chance zur Führung.
In der Folge verflachte die Partie, vor allem der HSV wirkte völlig ideenlos und konnte sich lange keine Chancen herausspielen. Osnabrück spielte das in die Karten, der VfL verschob die Abwehrketten gekonnt und stand stets organisiert.
Mit einer der wenigen Chancen hatte Osnabrück wenig später sogar die Riesenchance zur Führung, doch Assan Ceesay (22.) scheiterte nach mustergültiger Vorarbeit von Felix Agu aus wenigen Metern vor dem leeren Kasten vom geschlagenen Julian Pollersbeck.
Hamburg reichte in der ersten Halbzeit ein guter Angriff, um die Führung zu erzielen. Kinsombi spielte per Doppelpass mit Martin Harnik (35.) den Stürmer frei, der aus spitzem Winkel Kühn mit einem haltbaren Ball bezwang.
In den zweiten 45 Minuten veränderte sich das Bild bei den Hamburgern kaum, Osnabrück dagegen suchte mit zunehmender Spieldauer Offensivaktionen und belohnte sich nach einem überfallartigen Angriff über Moritz Heyer (57.) mit dem Ausgleich.
Hamburg war in der Folge um Spielkontrolle bemüht, doch Dieter Heckings Team fehlten die spielerischen Mittel, so missglückte bei den wenigen ernstzunehmenden Angriffen häufig der letzte Pass.
Osnabrück lauerte weiterhin auf Konter und hatte in der Schlussphase sogar die besseren Chancen. Der eingewechselte Bryan Henning (76.) hatte nach einer guten Kombination mit Etienne Amenyido frei vor Pollersbeck aus spitzem Winkel die beste Chance zum Siegtreffer.
Hamburg warf in den letzten Minuten der Partie alles nach vorne, doch gefährliche Chancen konnte sich der HSV weiterhin nicht erspielen. In der Nachspielzeit wurde es nach einem vermeintlichen Foul im Strafraum von Benjamin Girth an Timo Letschert hitzig, die Pfeife von Dr. Martin Thomsen blieb zur Verwunderung vieler stumm. Nichtsdestotrotz verdiente sich Osnabrück das Remis mit einer couragierten Leistung.
Mit dem Unentschieden bleibt Hamburg zunächst auf Platz zwei und hat weiterhin zwei Punkte Vorsprung auf den 1. FC Heidenheim, der bei Greuther Fürth nicht über ein 0:0 hinauskam. Bei einem Heimsieg des VfB Stuttgart gegen den SV Sandhausen würde Hamburg mit einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz rutschen. Durch das Unentschieden des HSV ist Arminia Bielefeld jetzt auch rechnerisch der Aufstieg nicht mehr zu nehmen.
Für Osnabrück ist es hingegen ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf. Nichtsdestotrotz kann der Karlsruher SC mit einem Sieg bei Jahn Regensburg in Punkten mit dem VfL gleichziehen. Noch hat die Truppe von Daniel Thioune drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Stimmen zum Spiel:
Martin Harnik (Hamburger SV): "Wir sind wirklich selbst schuld. Wir haben in den letzten Spielen zu viele Tore kassiert, da waren die Bielefelder diese Saison einfach besser. Auch wenn wir am Ende den Elfmeter bekommen müssen, haben wir insgesamt viel zu harmlos agiert. Wir müssen einfach unseren Job machen."
Das fiel auf: Hamburger Ideenlosigkeit
Der HSV erspielte sich in der Anfangsphase zwei Chancen, doch nach zehn Minuten kam von den Hamburgern fast nichts mehr. Osnabrück agierte diszipliniert und hatte keine Probleme dabei, die harmlosen Offensivbemühungen der Hanseaten einzuschränken. Selbst nach dem Ausgleich änderte sich nicht viel daran, Osnabrück war in der Schlussphase sogar die gefährlichere Mannschaft. Sollte der HSV den Aufstieg doch noch schaffen, wird es mit solchen Leistungen in der Bundesliga ganz eng.
Tweet des Spiels:
Die Statistik: 20
Hamburgs Ideenlosigkeit sieht man, wenn man die Ballkontakte von Joel Pohjanpalo sieht. Der Toptorjäger der Rückrunde (acht Tore) wurde kaum ins Offensivspiel miteinbezogen und hatte am Ende der Partie nur 20 Ballaktionen.
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