Personeller Umbruch "light" bei Werder Bremen: Während Sport-Geschäftsführer Frank Baumann bleiben darf, hat der Aufsichtsrat mit Marco Bode an der Spitze angekündigt, im September nicht erneut für einen Posten im Kontrollgremium des Bundesliga-Absteigers kandidieren zu wollen.
"Unsere Geschäftsleitung muss intakt und handlungsfähig" bleiben. Das wichtigste Ziel und die größte Aufgabe sei es jetzt, "schnellstmöglich einen Cheftrainer sowie eine Mannschaft für die 2. Liga zusammenzustellen, die um den Aufstieg mitspielen kann", betonte Bode.
Die Norddeutschen hatten vor zehn Tagen nach einer 2:4-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen. Ein direkter Wiederaufstieg ist angesichts der immensen finanziellen Nöte an der Weser nahezu Pflicht.
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Diese Herausforderung zu bewältigen, ist nun für Baumann die letzte Chance auf eine dauerhafte Zukunft bei den Norddeutschen. Im Vordergrund steht die Verpflichtung eines Nachfolgers von Interimscoach Thomas Schaaf, der im letzten Saisonspiel den ersten Abstieg des SV Werder seit 41 Jahren nicht mehr verhindern konnte.

Darmstadts Anfang Wunschkandidat in Bremen

Als erste Wahl am Osterdeich gilt aktuell Markus Anfang, derzeit noch beim künftigen Bremer Zweitliga-Rivalen Darmstadt 98 unter Vertrag. Noch nicht aus dem Rennen ist aber auch Coach Ole Werner vom Pokal-Halbfinalisten Holstein Kiel.
Bei der Mitgliederversammlung, die pandemiebedingt mehrfach verschoben wurde und nunmehr im September stattfinden soll, muss Ex-Nationalspieler Baumann mit erheblichem Gegenwind rechnen. Denn angeführt von TV-Mann Jörg Wontorra hatte sich in den vergangenen Monaten bereits eine vereinsinterne Opposition formiert, die gewillt ist, die Mehrheit im Aufsichtsrat zu übernehmen.
Allerdings haben die aktuellen Mandatsträger bis dahin Zeit, zusammen mit Baumann und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Klaus Filbry, den SV Werder wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Aufsichtsratsmitglied Andreas Hoetzel: "Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und arbeiten weiterhin mit großer Leidenschaft."
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(SID)

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