"Sie haben es verdient. Das Jahr von Barcelona war unglaublich. Messi hat uns wieder gezeigt, wie gut er ist. 50 Tore jedes Jahr sind unglaublich. Aber auch Neymar hat fantastisch gespielt", erklärte Bayern-Coach Pep Guardiola beim Trainingslager in Katar.
Allein im Jahr 2015 hamsterte Messi mit dem spanischen Topklub FC Barcelona fünf Titel, darunter das magische Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph. Er wurde zu Europas Fußballer des Jahres und am Montagabend schließlich zum fünften Mal zum Weltfußballer der FIFA gekürt.
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"Das ist wieder eine große Ehre für mich und mehr, als ich mir jemals erträumt habe", sagte Messi nach der Ehrung. Sein Klub-Trainer Luis Enrique sagte über den Wunderknaben: "Er ist einzigartig. Er hat die Persönlichkeit, die der Weltbeste braucht. Ich habe keinen Zweifel daran, dass das so weitergeht, so lange Leo Messi das auch will."

Gegenentwurf zum extrovertierten Ronaldo

Der fünfte Goldene Ball für den Argentinier dürfte einige Zeit Rekord bleiben - Rivale Cristiano Ronaldo (30/Real Madrid), der 2015 nicht gleichziehen konnte, steht bei drei Trophäen.
"Es ist sehr schwer, sich vorzustellen, dass es einen anderen Spieler geben wird, der fünfmal zum Weltfußballer gewählt wird", sagte Messis ehemaliger Teamkollege Carles Puyol: "Außerdem wird er sich nicht morgen in den Ruhestand verabschieden - wenn er so weitermacht, wird er sogar noch mehr Goldene Bälle gewinnen." Ob Messi das wirklich so wichtig wäre, ist fraglich.
"Unabhängig von den Titel, Trophäen und Ehrungen - ich werde immer der Junge sein, der in Rosario aufgewachsen ist", schreibt Messi über sich selbst und über seinen langen Weg an die Weltspitze: "Der Fußball bedeutet mir immer noch das Gleiche: Ich denke nur an das nächste Spiel und daran, alles, was ich habe, für Barcelona und Argentinien zu geben."
Der kleine Junge aus Argentinien, dessen Geschichte über eine Kindheit als zu kleiner Schwächling und über die Entdeckung in Barcelonas Talentschmiede La Masia zigmal erzählt wurde, bleibt der Gegenentwurf zum extrovertierten Ronaldo. Immer ein bisschen schüchtern, immer ein bisschen wortkarg - bis er auf dem Platz explodiert. Ende Dezember knackte er die Marke von 500 Spielen für die Katalanen.
"Es ist eine Ehre und geht mit Verantwortung einher, als bester Spieler der Welt angesehen zu werden. Aber ohne meine Teamkollegen wäre ich nicht hier. Für sie arbeite ich, genauso wie für meine Fans und meine Familie", sagte der 1,69 Meter kleine Weltfußballer. Seit vier Jahren ist er stolzer Papa von Sohn Thiago, dessen Bruder Mateo kam am 11. September 2015 zur Welt.
"Das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist", sagte Messi mal. Die persönlichen Rekorde wirken für ihn seitdem noch nebensächlicher - was nicht heißt, dass er nicht weiter sammelt...
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