Eurosport
Ralph Hasenhüttl: "Fußballerisch zu wenig" - Die Stimmen zum 14. Bundesliga-Spieltag
Von
Publiziert 10/12/2016 um 21:53 GMT+1 Uhr
RB Leipzig hat nach zuletzt acht Siegen in Folge die erste Niederlage seiner noch jungen Bundesligageschichte hinnehmen müssen. Trainer Ralph Hasenhüttl war nach der 0:1 (0:1)-Pleite gegen seinen Ex-Verein FC Ingolstadt bedient: "Es war klar, dass so ein Spiel irgendwann kommen würde, doch das wirft uns nicht um", so der Österreicher trotzig. Eurosport.de hat alle Stimmen zum 14. Spieltag.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
FC Ingolstadt - RB Leipzig
Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt. Da haben wir uns das Spiel vom Gegner aufzwingen lassen und uns fußballerisch zu wenig behaupten können. Der Gegner hat es mit viel Leidenschaft und Herz versucht. In der zweiten Halbzeit war es besser. Da hatten wir drei hundertprozentige Chancen, aber machen das Ding nicht rein. Wir haben das Spiel verloren. Das ist ein Rückschlag, aber den können wir verkraften."
Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt): "Die Mannschaft hat das hervorragend gemacht. Sie hat den Plan, den wir die Woche erarbeitet haben, exzellent umgesetzt. Wir hatten heute zwei gute Torhüter und sicherlich auch das nötige Glück in der zweiten Halbzeit."
Roger (FC Ingolstadt): "Für uns war der Sieg natürlich sehr wichtig. Ich freue mich über mein Tor und die drei Punkte."
FC Bayern - VfL Wolfsburg
Thomas Müller (Bayern München) ...
... zum ersten Saisontor: "Es fühlt sich gut an. Schön, dass der Torfluch jetzt vorbei ist. Mir war das Tor aber nicht so wichtig wie den Leuten drum herum. Ich habe mich die letzten Spiele auch ganz gut gefühlt. Natürlich trifft man gerne, vor allem wenn es auch von einem erwartet wird. Ich habe mir aber nicht so viel daraus gemacht, wie es geschrieben wurde. Allerdings weiß ich auch, dass meine Mannschaft und der Verein meine Tore brauchen. Deswegen werde ich weiter dranbleiben. Vor dem Spiel habe ich mit Herrn Rummenigge gewettet. Er hat auf mich gesetzt, und jetzt muss ich zahlen."
... zur Rückkehr an die Tabellenspitze: "Es ist ein schöner Nebeneffekt, da wir nur unsere Spiele kontrollieren können. Jetzt sind wir Tabellenführer, und das tut unserer Weihnachtsfeier heute Abend sicherlich gut. In den letzten Spielen haben wir ganz ordentlich Fußball gespielt. Das wollen wir jetzt mit in die beiden letzten Spiele nehmen, um dann auch als Tabellenerster an den Christbaum zu gehen."
Valerien Ismael (Trainer VfL Wolfsburg): "Wenn man hier etwas holen will, dann muss man im Kopf stark sein und viel Selbstvertrauen im Gepäck haben. Momentan ist Bayern München nicht unsere Messlatte."
Mario Gomez (VfL Wolfsburg): "Das ist brutal. Es ist deprimierend, wenn es so los geht. Danach ist es natürlich unheimlich schwierig. Wir müssen nicht darüber sprechen, dass es ein hochverdienter Sieg war."
1. FC Köln - Borussia Dortmund
Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Die Mannschaft hat alles reingeworfen und alles unternommen, um das Spiel so emotional wie möglich zu machen. Ich bin stolz, dass wir so aufgetreten sind. Es ist bitter, dass wir nicht drei Punkte gemacht haben. Aber die Leistung war sehr gut."
Thomas Kessler (Torwart 1. FC Köln): "Ich muss den Jungs ein riesen Kompliment machen. Wenn wir vorher gesagt hätten 1:1, dann hätten wir das blind unterschrieben."
Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Es war ein sehr zähes Spiel, das war uns vorher bewusst. Köln kann sehr unangenehm und diszipliniert verteidigen. Mit dem Rückstand wurde es dann noch schwieriger. Wir haben uns dagegen gestemmt und sind spät belohnt worden."
Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund): "Am Ende ist das Gefühl noch ganz gut. Es war schon wichtig, hier nicht zu verlieren. Wir wollten gegen die anderen Mannschaften oben nicht an Boden verlieren. Deswegen war es wichtig, dass wir noch den Ausgleich gemacht haben."
Ramon Berndroth (Interimstrainer SV Darmstadt 98): "Es gab heute wieder viele Lilien-Tugenden zu sehen. Wir waren eine Mannschaft, das hat man in der Kabine schon gemerkt. Aber wir waren nicht restlos eine Mannschaft, wir haben einen Verräter drin. Das werde ich auch intern ansprechen. Es gibt Spieler, die Entscheidungen akzeptieren und sagen, okay ich bin trotzdem im Team. Es gibt andere, die sich maßlos überschätzen."
Hamburger SV - FC Augsburg
Lewis Holtby (Hamburger SV) ...
... zu seiner Tätlichkeit: "Ich bin ehrlich und sage, dass ich niemals die Intention hatte, ihm meinen Ellenbogen ins Gesicht zu rammen. Die Bilder können sie sehen. Das ist meine Perspektive."
... zum Sieg: "Wir sind jetzt vier Spiele ungeschlagen, der Trend geht nach oben. Man merkt, dass Leben in der Truppe steckt. Selbst heute nach dem Rückschlag hat die Mannschaft brutal gut gespielt und gefightet. Wir haben uns die drei Punkte verdient."
Dirk Schuster (Trainer FC Augsburg): "Die Bilder zeigen, dass es ein Elfmeter war. Den haben wir nicht bekommen. Ich habe es von draußen nicht gesehen. Genauso wenig wie ich die Rote Karte von Holtby gesehen habe. Deswegen habe ich mich auch nicht aufgeregt. Fazit ist, dass wir unnötigerweise ein Spiel verloren haben."
Daniel Baier (FC Augsburg): "Wir haben einfach nicht gut gespielt. Gerade in Überzahl musst du es besser ausspielen und darfst dich nicht provozieren lassen."
Hertha BSC - Werder Bremen
Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC) ...
... zur Niederlage: "Wir haben verdient verloren. In der ersten Halbzeit hatten wir keine Ordnung mit und gegen den Ball. Zum Schluss haben wir viel investiert, aber eine klare Torchance habe ich nicht gesehen. Der Gegner kann aus den Kontern das zweite Tor machen und das Spiel beenden. Wir müssen das akzeptieren und weitermachen."
... zum Fehler von Niklas Stark vor dem Gegentor: "Er macht einen Fehler, aber er ist noch jung. Das ist die Zeit, um Fehler zu machen. Ein junger Spieler kann sich das leisten, ich bin nicht sauer."
Niklas Stark (Hertha BSC): "Ich bin sehr selbstkritisch. So ein Ding darf einfach nicht passieren. Den muss ich weghauen. Ich will Schritte nach vorne machen und nicht zurück. Es war ein Fehler, aus dem ich jetzt lernen muss."
Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Wir haben sehr diszipliniert gespielt, und jeder hat seinen Job sehr gut erledigt. Wir haben die Räume eng gemacht, kompakt gestanden und diszipliniert gearbeitet. Das hat mir sehr gut gefallen. Wir müssen uns vielleicht früher mit einem zweiten Tor belohnen."
Claudio Pizarro (Werder Bremen): "Wir haben sehr gut trainiert. Heute haben wir als Einheit gekämpft bis zum Ende. Es freut uns, dass wir den vielen Fans den Sieg schenken konnten. In der Tabelle haben wir immer noch eine schlechte Position, aber der Sieg gibt uns ein bisschen Luft."
Max Kruse (Werder Bremen) ...
... zum Sieg in Berlin: "Wir haben uns darauf konzentriert, hinten kein Gegentor zu bekommen. Deswegen haben wir vielleicht vorne die nötige Konzentration vermissen lassen, um das Ding zu entscheiden. Als Team haben wir heute sehr gut gearbeitet und auch verdient gewonnen."
... zu seiner körperlichen Verfassung: "Darüber kann ich nur lächeln. Das sollen andere beurteilen. Ich fühle mich sehr gut auf dem Platz. Dass ich nach zwei Spielen nicht hundertprozentig fit bin, das ist auch klar. Das kommt über die Spiele. Ich glaube, dass ich die Antwort heute auf dem Platz gegeben habe."
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung