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Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart: Peter Bosz gegen Wolf und den Wind
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Publiziert 17/11/2017 um 13:33 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund steht unter Druck. Mit frischen Beinen muss der BVB die Talfahrt ausgerechnet bei einem Ex-Dortmunder stoppen. Die Länderspielpause, die vor gut einem Monat noch den herausragenden Lauf der Westfalen stoppte, soll dabei erneut einen Wendepunkt in der Dortmunder Saison markieren. Doch wer schießt in Abwesenheit von Pierre-Emerick Aubameyang die Tore?
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Als die Bundesliga Ende September zuletzt wegen Länderspielen pausierte, stand der BVB an der Tabellenspitze, hatte nach sechs Siegen und einem Unentschieden fünf Punkte Vorsprung auf Serienmeister Bayern München. Doch die Pause brachte die Mannschaft von Trainer Peter Bosz komplett aus dem Rhythmus. Aus dem Fünf-Punkte-Vorsprung ist ein Sechs-Punkte-Rückstand, aus Rang eins Rang drei geworden.
Die zweite Länderspielpause der Saison dürfte Bosz und dem BVB daher gerade recht gekommen sein. Zwei Wochen Ruhe, Zeit die eigene Situation zu analysieren, ohne diese durch weitere Negativerlebnisse weiter verschärfen zu können.
"Dann ist der Wind da"
"Wenn man nicht gewinnt, ist der Druck da. Wenn man das Gegenwind nennt: Dann ist der Wind da", sagte der Trainer von Borussia Dortmund, der nach der jüngsten Abwärtsspirale zum Siegen verdammt ist - doch ausgerechnet ein gebürtiger Dortmunder steht ihm im Weg.
Der BVB tritt am Freitagabend (20:30 Uhr live im Eurosport Player) beim VfB Stuttgart mit dem ehemaligen Dortmunder Jugendtrainer Hannes Wolf auf der Bank an. "Ausgerechnet", könnte nun eine beliebte Reaktion lauten. Wolf ist in Dortmund aufgewachsen, führte BVB-Nachwuchsteams zu insgesamt drei deutschen Meisterschaften.
Für Bosz ist dies aber nur ein Randthema: "Ich habe ihn mal beim Essen getroffen. Ich weiß, dass er hier in der Jugend sehr erfolgreich war, Meisterschaften geholt hat. Aber ich kenne ihn nicht als Trainer." Das muss reichen. Schließlich geht es für Bosz und den BVB um mehr - nach nur einem Punkt aus vier Spielen und dem Sturz von Platz eins auf drei. "Nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Spielweise haben mich nicht immer froh gemacht", gab Bosz zu.
Bosz bleibt optimistisch
Über die Gründe dafür wird weiter gerätselt. Der teils starke Abfall der Werte bei Laufleistung, Sprints, Passquote und Ballbesitz lassen auf eine zu geringe Fitness schließen. Allerdings, und da nehmen die Spieler Bosz stets in Schutz, dürfte dies auch mit der Dreifachbelastung und den vielen Verletzten zu tun haben.
Allein in der Defensive fehlen oder fehlten Erik Durm, Lukasz Piszczek, Marcel Schmelzer und Raphaël Guerreiro. Innenverteidiger Marc Bartra musste zuletzt auf der rechten Seite aushelfen und wurde so seiner Stärken in der Spieleröffnung beraubt. Bosz' Freude an der Pause war also durchaus berechtigt.
"Wir haben in der Länderspielpause mal wirklich trainieren können. Das hat Spaß gemacht", sagte er auf der Pressekonferenz vergnügt. Dabei hatte er das Glück, dass ihm als Trainer einer Spitzenmannschaft nicht nur ein Rumpfkader blieb, sondern gleich 14 Feldspieler und zwei Torhüter:
Ohne Aubameyang nach Stuttgart
Dass trotz allem nur die Ergebnisse zählen, weiß Bosz natürlich am besten. "Es wird wichtig, dass wir wieder den Weg hoch finden. Und ich bin mir sicher, dass wir das schaffen", sagte der 53-Jährige. Dabei kommt es gegen die Stuttgarter, die Bosz defensiv mit Fünferkette und zwei Sechsern davor erwartet, besonders auf eine funktionierende BVB-Offensive an.
Und damit natürlich auf die Lebensversicherung Pierre-Emerick Aubameyang - könnte man meinen. Doch auf die Tore des Gabuners müssen die Borussen in Stuttgart verzichten. Der Topstürmer wurde aus disziplinarischen Gründen für ein Spiel suspendiert, flog nach dem Abschlusstraining am Donnerstag nicht mit nach Stuttgart. Auf den ersten Blick sicher eine Schwächung, die sich der BVB in einer nicht ganz einfachen Phase selber auferlegt, auf der anderen Seite aber auch die Chance für Youngster Alexander Isak oder Rekonvaleszent André Schürrle.
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben in der Liga, tun dem BVB formstarke Alternativen zum etwas überspielten Aubameyang gut. Nach dem Duell bei den Schwaben müssen die Dortmunder am kommenden Dienstag (20:45 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) in der Champions League gegen Tottenham Hotspur ran. Danach folgt das Revierderby gegen Schalke 04 (Samstag, 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de).
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