FC Bayern: Uli Hoeneß eröffnet Abteilung Attacke - volle Breitseite gegen Fredi Bobic

Uli Hoeneß will im Sinne des FC Bayern München die Vorgänge um die Trainerverpflichtung von Niko Kovac klarstellen und liefert dabei eine Breitseite gegen Fredi Bobic ab. So seien die Worte des Sportvorstandes von Eintracht Frankfurt in Richtung Bayern eine "Schweinerei" gewesen. Niko Kovac habe er derweil vor diesem Donnerstag nur rein zufällig zum Abendessen getroffen.

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Hasan Salihamidzic lieferte in Sachen Niko Kovac nur die Ouvertüre, aber die große Bühne gehörte Uli Hoeneß.
Denkwürdiger Auftritt von Uli Hoeneß bei "Sky": Nach dem 5:1 des FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach wollte der Bayern-Präsident die Dinge um Niko Kovac und den angesäuerten Fredi Bobic klar stellen - und machte irgendwie alles nur noch schlimmer.

Hoeneß mit Breitseite gegen Bobic

So startete Hoeneß das Interview mit "Sky"-Reporter Patrick Wasserziehr mit einer Breitseite gegen Bobic. "Wir haben die Aussagen von Fredi Bobic als ziemlich unverschämt gesehen", sagte der Bayern-Präsident und nannte Bobics am Freitag gesprochene Worte "unanständig" sowie eine "Schweinerei".
Niko Kovac hatte Fredi Bobic am Donnerstag informiert, dass er ein Angebot vom FC Bayern München erhalten habe und Bayern die in Kovacs Vertrag verankerte Ausstiegsklausel ziehen würde. Darüber berichteten am Donnerstagabend bereits mehrere Medien - Bayern verkündete daraufhin am Freitag den Trainer-Transfer.
Den Zeitpunkt so kurz vor dem wichtigen Spiel von Eintracht Frankfurt bei Bayer Leverkusen (1:4) hatte Bobic kritisiert und Bayern unterstellt, die Information an die Medien getragen zu haben, um den Trainer-Transfer verkünden und für die letzten Saisonwochen selbst Ruhe haben zu können.

Hoeneß stichelt wegen Ausstiegsklausel

Dazu wollte Hoeneß am Samstagabend drei Dinge klarstellen.
"Wir haben uns sehr professionell verhalten, weil wir eine Lücke im Vertrag mit Niko Kovac, den er gemacht hat, ausgenützt haben. Das ist sehr professionell", stichelte Hoeneß zunächst gegen Bobic und fuhr wie folgt fort:

Hoeneß: Kein Informations-"Leck" bei Bayern

Man habe "kein Interesse" an einer jetzigen Veröffentlichung des Wechsels gehabt, "außer die Frankfurter Eintracht zu schützen".
Zu guter Letzt wies Hoeneß den Vorwurf, die Bayern haben eine offene Stelle gehabt, klar von sich:

Zufälliges Abendessen mit Kovac

Richtig skurril wurde es dann, als Hoeneß doch noch einräumte, Kovac vor dem Donnerstag bereits gesprochen zu haben - allerdings nicht gewollt. Vielmehr sei es zu dem in der "Süddeutschen Zeitung" beschriebenen Abendessen vor einigen Wochen nur durch einen Zufall gekommen.
Hoeneß:

Hoeneß beendet Gespräch schnippisch

Er habe vielmehr erst am Morgen der Feier von seiner Frau erfahren, dass die Kovacs ebenfalls auf der Gästeliste stehen.
Auf die Frage von "Sky", wann denn dann die erste konkrete Kontaktaufnahme mit der Kovac-Seite stattgefunden habe, sagte Hoeneß:
Danach endete das Interview.
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