RB Leipzig - Borussia Dortmund: Reus sorgt für BVB-Punktgewinn

Borussia Dortmund hat am 25. Spieltag der Bundesliga dank Marco Reus einen Punkt bei RB Leipzig erobert. Der Nationalspieler sorgte nach Zuspiel von Mahmoud Dahoud für den 1:1 (1:1)-Endstand (38.). Jean-Kévin Augustin hatte Leipzig nach einem Ballverlust von André Schürrle und Pass von Naby Keita in Führung gebracht (29.). Peter Stöger bleibt damit als BVB-Coach in der Liga ungeschlagen.

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So lief das Spiel:

Im Bundesliga-Topspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund ging es im Kampf um die Champions League-Plätze um ganz wichtige Zähler. Während Leipzig etwas kriselte, holte der BVB zuletzt immerhin fleißig Punkte - und das, obwohl die spielerische Komponente alles andere als überzeugend war. Peter Stöger erwartete eine engagierte Mannschaft, die ihr gegebenes Potenzial in der Red Bull Arena endlich auf den Rasen bringen sollte. Vor der Partie sagte der Trainer bei "Sky":
Doch auch im Gastspiel in Leipzig lief die Borussia nicht zu spielerischer Höchstleistung auf. Zwar rollte der Ball phasenweise flüssig - zu oft unterliefen den Dortmundern im Kombinationsspiel jedoch leichte Fehler. Dennoch waren sie zu Beginn die bessere Mannschaft, kamen in der 17. Minute sogar zum Torerfolg. Marco Reus bediente André Schürrle auf der linken Seite, der den Ball direkt querlegte. Michy Batshuayi musste im Zentrum nur noch einschieben. Beim ersten Pass stand Schürrle jedoch im Abseits. Der Treffer zählte folglich nicht.
Zwölf Minuten später klingelte es dann im Kasten der Borussia - regelkonform. Nach einem Ballgewinn im Zentrum gegen André Schürrle schickte Naby Keïta Angreifer Jean-Kévin Augustin mit einem Steilpass auf die Reise. Vor Roman Bürki blieb der Angreifer eiskalt und verwandelte mit einem Schuss ins rechte Toreck.
Die Antwort der Dortmunder ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einem Pass von Mahmoud Dahoud in der 38. Minute in die Schnittstelle der Abwehr war Reus frei durch, umkurvte Péter Gulácsi stark und schob zum Ausgleich ein. Die TV-Bilder machten allerdings deutlich, dass Reus beim Zuspiel hauchzart im Abseits stand. Der Treffer zählte dennoch.
In der Folge entwickelte sich eine heiß umkämpfte und ausgeglichene Partie mit vielen Szenen im Mittelfeld und nur wenigen Offensivszenen. Eine der besten Gelegenheit ließ Batshuayi in der 63. Minute liegen. Nach feiner Vorarbeit von Dahoud traf der Stürmer aus fünf Metern freistehend den Ball nicht und vergab somit die mögliche BVB-Führung.
Auf der Gegenseite vergab der eingewechselte Bruma die Entscheidung (86.) - sein Chip segelte am langen Pfosten vorbei. So blieb es letztlich beim leistungsgerechten Unentschieden zwischen Leipzig und Dortmund.

Die Stimmen:

Julian Weigl (Borussia Dortmund): "Ich will nicht sagen, dass wir als Verlierer rausgehen. Natürlich wäre es wichtig gewesen, hier drei Punkte mitzunehmen. Trotzdem war es für uns ein großer Schritt nach vorne. Im Vergleich zum Spiel gegen Augsburg haben wir heute ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Es war auch ein sehr attraktives Spiel für die Zuschauer."
Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "Alle haben super gekämpft. Mit ein bisschen mehr Glück machen wir auch ein zweites Tor, aber insgesamt war es ein gerechtes Ergebnis. Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können."
Peter Stöger (Trainer Borussia Dortmund): "Leipzig ist eine richtig gute Mannschaft, das hat man heute auch gesehen. Wir haben richtig gut gespielt, wir waren von Beginn an da. Ich bin mit der Leistung über 90 Minuten sehr zufrieden. Wir haben das zehnte Meisterschaftsspiel am Stück nicht verloren. Wir sind in der Gruppe, die um die Champions-League-Plätze kämpft und das wird auch bis zum Schluss so bleiben. Unser Ziel ist es, über die Meisterschaft in diesen Wettbewerb zu kommen."
Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Gegen diesen Konkurrenten hätten drei Punkte gutgetan, aber ich glaube, das war leistungsgerecht. In der ersten Halbzeit war es etwas hochklassiger, im zweiten Durchgang war doch der eine oder andere Stockfehler dabei. Wir hatten hinten raus vielleicht etwas mehr im Tank gehabt, haben versucht mit ein bisschen mehr Risiko auf den Siegtreffer zu gehen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Dahoud findet zu sich

Bei Borussia Mönchengladbach sorgte Dahoud mit Topleistungen für Furore und für großes Interesse an seiner Person. Die Konkurrenz aus Dortmund schnappte sich den jungen Mittelfeldspieler im vergangenen Sommer, zog ein vielversprechendes Talent an Land. Beim BVB konnte Dahoud seine guten Gladbach-Leistungen jedoch lange nicht bestätigen.
Erst in diesen Wochen scheint der 22-Jährige endlich zurück zu sich selbst zu finden. Stöger setzt zunehmend auf Dahoud im zentralen Mittelfeld als Stabilisator und Initiator. Im Spiel gegen Leipzig wurde er dieser Rolle gerecht: bereitete den Ausgleichstreffer von Reus vor und war auch im weiteren Verlauf guter Pass- und Ideengeber.

Die Statistik: 200

Zuletzt lief es bei André Schürrle im Trikot des BVB zunehmend besser, nachdem er lange Zeit seiner Form hinterherlief. Belohnt wurde seine Leistungssteigerung mit Startelfeinsätzen. So durfte Schürrle auch gegen RB Leipzig von Beginn an auf den Rasen und hatte Grund zum Feiern: es war sein 200. Spiel in der Bundesliga.
27 Partien machte er dabei für die "Schwarz-Gelben", ging 43 Mal für Wolfsburg an den Start, 65 Mal für Bayer Leverkusen und absolvierte 66 Spiele für den 1. FSV Mainz 05. Insgesamt kam er dabei auf 51 Treffer und 36 Assists.
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